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Klien nutzt KERS in den Kurven

09. Januar 2009 - 14:32 Uhr

BMW Sauber F1 Team Testpilot Christian Klien sieht in KERS einen großen Vorteil am Kurvenausgang und sein Team in einer guten Position

Christian Klien
Knopf gedrückt und 'rum um's Eck: Christian Klien unterwegs in Jerez
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Als einer der ersten Rennställe experimentierte das BMW Sauber F1 Team im vergangenen Jahr mit den neuen Rahmenbedingungen für 2009 - der beschnittenen Aerodynamik und dem KER-System, das in dieser Saison sein Debüt in der Formel 1 geben wird. An der Schwelle zu einem neuen Grand-Prix-Jahr laufen die Entwicklungen bei den Teams auf Hochtouren, in wenigen Tagen werden die neuen Rennwagen vorgestellt. BMW Sauber F1 Team Testfahrer Christian Klien glaubt fest an seine Truppe.

"Mein Gefühl sagt mir, dass wir für 2009 eine sehr gute Basis haben werden", sagte der Österreicher gegenüber 'Formula1.com', wollte seine Ahnung aber nicht aus den Rundenzeiten der Wintertests ableiten. Klien: "Wie immer haben die Winterzeiten keine große Aussagekraft - zumal es in Spanien wieder sehr kalt war. Wir werden wohl erst am Saisonstart erfahren, wo wir in diesem Jahr stehen."

Seit dem spektakulären Saisonfinale in Brasilien haben sich die Teams intensiv mit den neuen Regeln auseinander gesetzt und konnten dabei viele wichtige Eindrücke sammeln - so auch mit KERS. "Man muss den Knopf möglichst früh am Kurveneingang betätigen, um auf der nachfolgenden Geraden einen Vorteil zu erlangen", beschrieb Klien die Anwendungsweise des neuen Boost-Buttons am Lenkrad.

"In meinen Augen sollte das ungefähr am Kurvenscheitel und im dritten Gang passieren", meinte der 25-Jährige. "Dann greifen die 60 zusätzlichen Kilowatt unmittelbar, was natürlich auch große Aufmerksamkeit vom Fahrer verlangt." Doch weil das KER-System auch das Gesamtgewicht des Fahrzeugs beeinflusst, könnten einige Teams eventuell auf die Nutzung der neuen Technologie verzichten.

Das BMW Sauber F1 Team hat dahingehend noch keine Entscheidung gefällt, gilt aber als Vorreiter in Sachen KERS. "Wir werden es erst einmal im neuen Wagen ausprobieren müssen, um uns ein klares Bild davon zu machen", erläuterte Klien abschließend die weitere Vorgehensweise. "Weil es nicht vorgeschrieben ist, werden die Rennställe ihre Optionen wohl sehr genau abwägen."

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