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Jordan: Plädoyer für beschuldigten Dennis

12. Januar 2009 - 13:34 Uhr

Ex-Formel-1-Teamchef Eddie Jordan glaubt nicht, dass an den schweren Anschuldigungen gegen Ron Dennis etwas dran ist

Ron Dennis und Eddie Jordan
Ron Dennis kann auf die Rückendeckung von Eddie Jordan zählen
© xpb.

(Motorsport-Total.com) - McLaren-Mercedes-Teamchef Ron Dennis muss sich derzeit in Southampton vor Gericht verantworten, weil einer seiner früheren Mitarbeiter behauptet, er sei von ihm zu Unrecht entlassen worden. Konkret geht es um den 27-jährigen Steward von Dennis' Privatjet, der glaubt, dass er wegen Gerüchten um seine sexuelle Orientierung gekündigt wurde.

Peter Boland hat nach seiner Kündigung eine Zahlung von 8.000 Pfund (umgerechnet rund 9.000 Euro) abgelehnt, weil er von der Richtigkeit seiner Anschuldigungen überzeugt ist. Demnach sei Dennis homophob veranlagt, habe etwas gegen arabischstämmige Menschen und sei ein schlechter Arbeitgeber. Doch Eddie Jordan, langjähriger Wegbegleiter des Weltmeistermachers, bricht nun eine Lanze für Dennis.

Plädoyer für einen alten Freund

Er kenne Dennis schon seit 30 Jahren, habe gemeinsam mit ihm Urlaub gemacht und sei in der Formel 1 nur deswegen oft in Meinungsverschiedenheiten mit ihm geraten, "weil Ron sein Team besser geführt hat als ich meines. Heute kann ich das ja zugeben", sagte Jordan in Southampton aus. Es wäre daher falsch, angesichts der aktuellen Anschuldigungen gegen seinen Bekannten nicht das Wort zu ergreifen.

"Ich kann zu den Anschuldigungen nur sagen: Das ist nicht der Ron, den ich kenne. Ron ist kein Rassist, Ron ist nicht homophob und er ist ein fantastischer Arbeitgeber", stellte sich der 60-jährige Ire hinter Dennis. Vor allem die Homophobie-Anschuldigungen seien "völlig bizarr" und "lachhaft", schließlich sei es allgemein bekannt, dass bei McLaren "einige schwule Menschen" in der Führungsetage arbeiten.

Beispiel Hamilton

Auch den Rassismusvorwürfen will er keinen Glauben schenken: "Ron ist der eine Kerl, der einem jungen Schwarzen, Lewis Hamilton, eine Chance gegeben hat - damals noch abseits des Scheinwerferlichts, als Lewis elf Jahre alt war und sich niemand um ihn scherte. Das hat niemand sonst für Lewis getan, obwohl ich mir sicher bin, dass sein Vater auch an viele andere Türen im Motorsport angeklopft hat. Nur Ron hat aufgemacht", so Jordan.

"Was den Unsinn in der Presse angeht, wonach er etwas gegen Araber haben soll, so kann ich nur sagen, dass sein Geschäftspartner Mansour Ojjeh zum Teil saudi-arabischer Abstammung ist. Ron und er pflegen eine der längsten und erfolgreichsten Partnerschaften, die ich kenne - nicht nur im Sport, sondern in der gesamten Geschäftswelt. Und Ron und Mansour sind auch enge Freunde", fügte der heutige TV-Experte an.

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