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Ferrari trotz Testbeschränkungen guter Dinge

12. Januar 2009 - 16:35 Uhr

Bei Ferrari geht man trotz des Testverbots während der Saison von einem hohen Entwicklungstempo aus - Aldo Costa: "Aber es wird schwieriger"

Aldo Costa
Aldo Costa will das Entwicklungstempo auch während der Saison hoch halten
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Der Auftrag an die Formel-1-Teams nach der Verabschiedung des Sparpakets samt Testeinschränkungen ist klar: Die Autos müssen zum Saisonstart bestmöglich entwickelt sein. Konnte man die ein oder andere Schwäche spätestens bei ausgiebigen Probefahrten zwischen zwei Grands Prix früher wettmachen, fällt dieses Szenario 2009 flach. Die Formel-1-Boliden werden nach dem Auftakt in Melbourne nur noch freitags im Testbetrieb sein.

Dennoch geht man bei Ferrari davon aus, dass das Entwicklungstempo während der Saison hoch sein wird. "Wir sind an den Gedanken gewöhnt, dass wir alles technisch mögliche auch erreichen", sagte Technikdirektor Aldo Costa nicht ohne Stolz bei der öffentlichen Präsentation des neuen F60, "auch wenn es etwas schweiriger wird."

"Sollten wir uns einen Rückstand eingehandelt haben, werden die dennoch die Möglichkeit haben, wieder aufzuholen", erklärte der Italiener trotz des anstehenden Testverbots. "Natürlich wird es aber wegen der begrenzten Kilometer, der neuen Teile und der generellen Zuverlässigkeit härter. Auch wenn diese Aufgabe schwieriger wird, bietet sie vielleicht gleichzeitig noch mehr Chancen." Klartext: Wer trotz weniger Tests gute Verbesserungen findet, kann sich womöglich von anderen Teams absetzen.

"Es geht ja nicht nur um die Entwicklungsarbeit im Winter", fügte Ferrari-Designer Nikolas Tombazis hinzu. Er erwartet eine hoch spannende Saison: "Wahrscheinlich wird es erst im letzten Rennen die Entscheidung geben. Das Auto, welches in Australien läuft wird nicht jenes sein, welches wir im letzten Rennen verwenden werden. Die neuen Regeln sind noch sehr frisch. Wir haben erst wirklich grundlegende und wenig ausgereifte Entwicklungen gesehen. Ich weiß noch nicht, wie das Auto am Saisonende aussehen wird."

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