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Wirtschaftskrise: Weniger Tests für Schumacher

14. Dezember 2008 - 15:55 Uhr

Aufgrund der weltweiten Wirtschaftskrise und ihrer Folgen wird Michael Schumacher in Zukunft weniger für Ferrari testen als bisher

Michael Schumacher
Michael Schumacher wird künftig noch weniger im Ferrari sitzen als bisher
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Finanziell muss man sich um Michael Schumacher wohl keine Sorgen machen, doch ganz vor der Weltwirtschaftskrise verschont bleibt auch der siebenfache Formel-1-Weltmeister nicht. Wegen der Kosteneinsparungen in der Königsklasse darf während der Saison nicht mehr getestet werden, was für Schumacher weniger Zeit im Ferrari bedeutet.

"Unter den neuen Regeln werde ich weniger für Ferrari testen, aber mir hat das Testen ohnehin nie so viel Spaß gemacht wie die Rennen", erklärte der 39-Jährige am Rande des Race of Champions in London. Dieses Jahr hat Schumacher zwei offizielle Testtage im F2008 absolviert und dabei knapp 800 Kilometer zurückgelegt. Eine weitere Reduktion seiner Testarbeit bedeutet dann wohl, dass er gar nicht mehr im Ferrari sitzen wird.

Grundsätzlich hält Schumacher die Kostensenkungsmaßnahmen, die am Freitag in Monte Carlo beschlossen wurden, für "vernünftig", vor allem angesichts der Weltwirtschaftskrise: "Der Motorsport kann ja nicht die Augen verschließen vor den Umständen, die überall herrschen. Wir werden sicher einige Veränderungen im Motorsport allgemein sehen. Die Leute haben weniger Geld, die Unternehmen haben weniger Geld."

Mit gravierenden Veränderungen des aktuellen Kräfteverhältnisses rechnet er nicht: "Die Topteams werden die Topteams bleiben, weil sie normalerweise auch die besseren Leute im Team haben. Es gibt gewisse Dinge, die kann man verändern, um das Feld etwas enger zusammenzubringen, aber man wird es nie schaffen, einen Hinterbänkler nur durch eine Regeländerung ganz nach vorne zu bringen", gab Schumacher zu Protokoll.

Keine Entscheidung gab es am Freitag zum von Bernie Ecclestone vorgeschlagenen Medaillensystem, das jenen Fahrer zum Weltmeister machen soll, der die meisten Rennen gewonnen hat. Schumacher nimmt diese Diskussion nicht hundertprozentig ernst: "Zu meinen Zeiten wurde das neue System eingeführt, um mich am Siegen zu hindern, und nun wollen sie wieder das alte System einführen, um die Sieger zu belohnen", sagte er.

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