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Mosley: Wir wissen nicht, wann es wieder besser wird

10. Dezember 2008 - 14:05 Uhr

FIA-Präsident Max Mosley betont, dass niemand weiß, wann es der Wirtschaft wieder besser läuft und unterstreicht daher die Wichtigkeit seiner Maßnahmen

Max Mosley (FIA-Präsident)
Die FIA will einen Regenschirm gegen den Finanzsturm aufspannen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Der Ausstieg von Honda hat die Formel 1 wieder einmal aufgerüttelt. FIA-Präsident Max Mosley war schon immer ein Befürworter von Kostensparmaßnahmen, doch gerade jetzt sind diese so wichtig, wie nie zuvor. Die Formel 1 muss sich tief ducken und alle Teams beieinander halten, bis die wirtschaftlichen Bedingungen wieder stabiler werden.

Zu diesem Zweck halten heute Mosley und Vertreter der Formula One Teams Association (FOTA) in Monaco einen Kriegsrat ab, um über Maßnahmen wie den Einheitsmotor zu beraten und den Ausstieg weiterer Teams oder Hersteller zu verhindern. "Ich glaube nicht, dass die F1 auf irgendeine Weise ums Überleben kämpfen muss. Sollten die Zustände in der Autoindustrie allerdings schlimmer werden, könnte das noch der Fall sein", erklärte Mosley gegenüber dem 'Telegraph'.

"Momentan kann niemand sagen, wo der Tiefpunkt ist und dass es sich wieder bessern wird. An den Börsen ging es in den letzten Tagen bergauf und man könnte sich so zu dem Glauben verleiten lassen, dass es wieder besser läuft." Das müsse aber nichts bedeuten, betonte der FIA-Präsident.

"Tatsache ist, dass wir es nicht wissen. Wenn sich die Bedingungen in der Autoindustrie verbessern, dann ist das gut, dann sind wir aus dem Gröbsten raus. Wir müssten nur die Formel 1 bereinigen. Wenn es sich zum Schlimmeren entwickelt, werden alle unsere Probleme noch größer werden. Dann werden wir noch ein Team verlieren." An welches Team er dabei denkt, verriet Mosley aber nicht.

Mosley drängt auf schnelle Einigung

Auch über den Zeitpunkt eines möglichen Ausstiegs eines weiteren Rennstalls könne nur spekuliert werden: "Ob das vor Saisonstart passiert, ist schwierig zu sagen. Wir befinden uns auf unbekannten Territorium."

Der Einheitsmotor soll Abhilfe schaffen und es sieht so aus, als wollen zumindest die unabhängigen Teams diese nutzen. Die Details werden nun in Monaco besprochen. "Wir diskutieren diesen Modus aktuell", so Mosley. "Viele Teams würden sich mit einem Einheitsmotor anfreunden, aber auch die Hersteller könnten ein interessantes Angebot machen, wir müssen also abwarten, wie es sich entwickelt."

Der FIA-Präsident hofft, dass vielleicht noch eine billigere Alternative gefunden werden kann: "Es wäre besser, wenn die Teams das Angebot akzeptieren würden, aber man kann kaum vorhersehen, womit andere Leute um die Ecke kommen. Vielleicht haben sie etwas völlig Neues im Gepäck, von dem wir noch nichts gewusst haben, man muss die Augen offen halten."

Die Bereitschaft der Teams, in Zeiten der Krise zusammenzurücken, freut Mosley. "Ich möchte nur sicherstellen, dass wir nicht in eine katastrophale Situation hineinrutschen und nicht mehr wissen, was wir tun sollen." Der Einheitsmotor könnte in letzter Minute, quasi fünf Minuten vor zwölf kommen.

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