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Mallya: "Wir hatten keine Wahl"

17. Dezember 2008 - 10:56 Uhr

Force-India-Eigentümer Vijay Mallya über den Mangel an talentierten indischen Fahrern und die Trennung von Mike Gascoyne und Colin Kolles

Vijay Mallya (Teameigentümer)
Bei Force India hat nur Vijay Mallya etwas zu sagen: Kein indischer Fahrer 2009
© Force India

(Motorsport-Total.com) - Lange Zeit stand im Raum, wie es bei Force India weitergehen würde. Erst hatte Vijay Mallya "aufgeräumt" und seinen bisherigen Teamchef Colin Kolles samt dem Technischen Direktor Mike Gascoyne vor die Tür gesetzt, dann standen noch weitere Veränderungen an: Motorenpartner Ferrari wurde zugunsten einer Partnerschaft mit McLaren-Mercedes verlassen und auch bei den Piloten schien sich ein Wechsel anzubahnen. Doch Mallya stellte mittlerweile klar, dass das Fahrpersonal bleibt.

So werden Giancarlo Fisichella und Adrian Sutil auch 2009 für Force India an den Start rollen. Nur zu gerne hätte der frischgebackene Teamchef einen Landsmann im Cockpit gehabt. Doch die Kandidaten auf diesen Posten waren Mallya anscheinend nicht gut genug. So darf sich der ehemalige Jordan-Pilot und frühere Testfahrer von Williams, Narain Karthikeyan, offensichtlich keine Hoffnungen auf ein Comeback mit Force India machen.

"Narain passt nicht in mein Formel-1-Programm", sagte Mallya gegenüber 'Racing-Live.com'. Karun Chandhok werden größere Chancen eingeräumt, doch dem indischen Milliardär stieg die Formkurve des GP2-Fahrers nicht steil genug an: "Der übliche Reifeprozess ist in der GP2 in diesem Fall ausgeblieben", so Mallya kurz und bündig.

"Ich habe es nicht zugelassen, dass meine persönlichen Beziehungen in diesem Punkt mit einwirken", sagte der Force-India-Boss und machte klar, dass ein indischer Stammpilot bei seinem Rennstall nicht zuletzt durch Leistung überzeugen müsse. Dies gilt freilich auch für die Chefetage, in der Mallya vor wenigen Wochen höchstpersönlich aufgeräumt hat.

"Wir hatten ein Meeting und haben versucht zu erörtern, was schief gelaufen ist. Uns waren eigentlich gewisse Versicherungen gegeben worden, wonach so etwas nicht hätte passieren dürfen", kommentierte Mallya die Entwicklungen um Kolles und Gascoyne. "Also hatten wir keine andere Wahl, als sie zu entlassen, um die Denkfabrik wieder auf Vordermann zu bringen."

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