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Gallagher: "Honda-Rückzug lag an den Ergebnissen"
Ex-Jordan-Marketingchef Mark Gallagher hat vor dem Rückzug von Honda eine hohe Fehlerquote erkannt: "Sponsorenverzicht war ein Eigentor"
(Motorsport-Total.com) - Mark Gallagher hatte es kommen sehen. Der ehemalige Marketingchef von Jordan und heutige Teamchef der irischen A1GP-Mannschaft wurde vom Rückzug des Honda-Rennstalls nur wenig überrascht. Verwunderung kam bei ihm jedoch auf, als er die Begründung der Japaner hörte. Nach Aussage von Honda sei der Entschluss einzig aufgrund wirtschaftlicher Zwänge entstanden, und sei unabhängig vom sportlichen Abschneiden des Teams in den vergangenen Jahren.
"Wenn Honda im vergangenen Jahr Dritter in der Meisterschaft geworden wäre und regelmäßig Rennen gewonnen hätte, wäre die Entscheidung doch niemals gefallen", stellte Gallagher gegenüber 'Setanta Sports' klar. "Hondas Rückzug hat seine Ursache ganz eindeutig in den mangelnden Erfolgen. Zu einem gewissen Grad glaube ich, wird die Wirtschaftskrise als Grund für den Ausstieg nur vorgeschoben. Alle Hersteller leiden zurzeit und bleiben trotzdem in der Formel 1."

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Er wolle die Führungsetage von Honda allerdings mit seinen Worten keineswegs der Lüge bezichtigen. "Honda ist eine tolle Firma, in der Formel 1 sind sie geradezu legendär", so Gallagher, der an drei Rennsiege von Jordan mit Honda-Power erinnerte. "Aber ich glaube, in deren Management läuft etwas falsch. Der Verzicht auf Sponsoren hat sich als Eigentor erwiesen. Hätten sie Sponsoren gehabt, dann könnten sie in diesen Zeiten zumindest etwas davon zehren."
Spannung geht auch mit weniger Geld
Gallagher führt mit seiner A1GP-Mannschaft aus Irland die Meisterschaft zurzeit an. Seit dieser Saison nutzt man im sogenannten "World Cup of Motorsport" neue Fahrzeuge, die von Ferrari auf Grundlage des erfolgreichen Formel-1-Boliden des Jahrgangs 2004 entwickelt wurden. "Die A1GP ist auch eine Weltmeisterschaft, aber wir kommen mit viel weniger Leuten und viel weniger Geld aus. Wir arbeiten extrem effizient."
"Die Formel 1 braucht natürlich den Technologie-Wettkampf, ein Einheitschassis wäre undenkbar", erklärte der Ex-Jordan-Mann, der neun Jahre lang in der Formel-1-Boxengasse zuhause war. "Sie können aber viel aus anderen Serien lernen, wo weniger Geld fließt und die Rennen trotzdem spannend sind. Die Fans wollen Rennsport sehen. Man kann guten Rennsport mit 75 Millionen Euro machen, oder aber auch mit 300 Millionen Euro."
Der Ire kritisierte: "Es ist gut, dass die Techniker in ihrer Verschwendungssucht eingebremst werden. Es gibt aber immer noch Leute in der Formel 1, die größten Wert auf Hightech unter der Motorhaube legen. Die sind der Meinung, alles müsste mit Materialen aus der Raumfahrt gebaut werden. Diese Leute erzählen Unsinn", so Gallagher. "Millionen von Fans wollen tolle Rennen und die schnellsten Piloten sehen. Natürlich spielt Technologie eine Rolle. Aber ist es nicht egal, ob ein Auto mit 305 km/h oder 310 km/h vorbeifährt?"










