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Formel-1-Fahrprüfung für Hartley

15. Dezember 2008 - 10:37 Uhr

Der Neuseeländer Brendon Hartley macht heute seinen "Formel-1-Führerschein" in Jerez: 300 Kilometer im Red Bull

Brendon Hartley
Brendon Hartley wird heute erstmals im Rahmen eines offiziellen Tests agieren
© BF3

(Motorsport-Total.com) - Die Theorie ist absolviert, erste Fahrstunden hat Brendon Hartley in Form von kurzen Shakedowns für Red Bull und Toro Rosso ebenso bereits hinter sich - nun kommt die große Prüfung. Der Neuseeländer muss am heutigen Montag im Rahmen der Formel-1-Testfahrten in Jerez die Superlizenz erlangen. Erst nach 70 Runden (etwa 300 Kilometer) auf der spanischen Strecke bekommt der 19-Jährigen seinen "Formel-1-Führerschein" von der FIA ausgestellt.

"Er soll neue Komponenten testen und die Fahrerlaubnis erlangen", sagte Hartleys Manager Peter Johnston im 'New Zealand Herald'. Es gehe bei der ersten offziellen Testfahrt mit Red Bull keinesfalls um gute Rundenzeiten, schützte der Manager seinen Schützling vor allzu großem Druck. "Es geht hauptsächlich um diese 300 Kilometer für die Superlizenz und um das, was ihm das Team sagt."

Hartley soll voraussichtlich in kurzen Stints mehrere Neuheiten in den Bereichen Aerodynamik und Getriebe ausprobieren und den Red-Bull-Technikern am Ende ein umfassendes Feedback geben. Der frühere Formel-1-Pilot Chris Amon sieht den Test für seinen jungen Landsmann als große Chance: "Das beweist doch, dass er ein Teil der Zukunft von Red Bull zu sein scheint. Man kann zwar viele Dinge über elektronische Datenaufzeichnung herausfinden, aber es kommt auch immer noch auf die Aussagen der Fahrer an."

Der frühere Ferrari-Pilot fügte hinzu: "Dass er diesen Test fahren darf, ist ein Ergebnis seiner Fähigkeit, den Ingenieuren ein gutes Feedback zu geben, ein Auto zu spüren und es entsprechend zu kommunizieren. Ich bin sicher, dass er sogar schon gute Zeiten fahren kann." Was einen möglichen Aufstieg in die Formel 1 anbelangt, ist Amon eher zurückhaltend. Die wirtschaftliche Krise lege alles lahm, meinte der Neuseeländer. "Und wir haben die schlimmsten Auswirkungen noch vor uns."

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