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FIAT schickt 58.000 Mitarbeiter nach Hause

15. Dezember 2008 - 14:57 Uhr

Die Wirtschaftskrise greift weiter um sich: FIAT hat vor Weihnachten 58.000 Mitarbeiter nach Hause geschickt - Magneti Marelli ebenfalls betroffen

FIAT-Logo
Automobilhersteller FIAT muss die Produktion vorübergehend einstellen
© FIAT

(Motorsport-Total.com) - Weiterhin kein Ende der Weltwirtschaftskrise: Der italienische Automobilhersteller FIAT, dem 85 Prozent der Sportwagenschmiede Ferrari und damit auch des gleichnamigen Formel-1-Teams gehören, musste heute nicht weniger als 58.000 (!) Mitarbeiter in verordnete Weihnachtsferien schicken.

Der in Turin beheimatete Konzern war von der Krise bisher weitgehend verschont geblieben, dennoch hatte es immer wieder Stimmen gegeben, die eine strategische Partnerschaft mit einem anderen Automobilhersteller forderten, um den wirtschaftlichen Schaden in Grenzen zu halten. Im November brachen die Absatzzahlen um 29,5 Prozent auf unter 140.000 verkaufte Fahrzeuge ein. So schlecht stand FIAT zuletzt vor 15 Jahren da.

"2009 wird das schwierigste meines Lebens", wird FIAT-Konzernchef Sergio Marchionne von der 'dpa' zitiert. Der Italo-Kanadier rechnet damit, dass die Weltwirtschaft einen "Tiefstpunkt" erreichen wird, und befürchtet einen Gewinneinbruch um 85 Prozent. Daher sei nun auch die europäische Politik gefordert, um die Automobilindustrie und die davon abhängenden Arbeitsplätze zu retten.

Alle italienischen FIAT-Werke bleiben bis 12. Januar 2009 geschlossen; die 58.000 beurlaubten Mitarbeiter werden inzwischen von der staatlichen Verdienstausfallkasse bezahlt. Von dieser Maßnahme betroffen ist auch die FIAT-Tochter Magneti Marelli, die mit der Entwicklung des Hybridsystems KERS, das 2009 erstmals in der Formel 1 zugelassen sein wird, ohnehin schon in Verzug ist.

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