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Dennis hängt mehr denn je an McLaren

06. Dezember 2008 - 14:56 Uhr

McLaren-Teamchef Ron Dennis hat auch mit 61 noch Lust auf mehr und kann sich ein Leben ohne sein Formel-1-Team nicht vorstellen

Ron Dennis
Ron Dennis hat nicht vor, seine Karriere in naher Zukunft zu beenden
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Für viele ist "Mister McLaren" Ron Dennis der Mann des Jahres 2008: In einer Saison nach unzähligen Rückschlägen - knapp verpasster WM-Titel, 100-Millionen-Dollar-Strafe, Scheidung - holte Lewis Hamilton zum ersten Mal seit 1999 eine Formel-1-Weltmeisterschaft nach Woking. Eigentlich ein guter Zeitpunkt für einen Rücktritt, könnte man meinen, doch Dennis hat noch lange nicht genug.

"Ich bin 61", erklärte der Brite am Mittwoch im Rahmen einer äußerst inspirierenden Rede. "Ich kann mir nicht vorstellen, nicht mehr in die Führung von McLaren involviert zu sein und den Weg nicht mehr vorzugeben. Den Weg zu finden, die Landkarte richtig zu lesen, das ist Management. Management verändert sich in allen Unternehmen. Managerkarrieren entwickeln und verändern sich und das Resultat ist Veränderung."

Doch Dennis sieht dies als "positive Sache" und den Tag, an dem er in den Ruhestand tritt, als "große Chance" für McLaren. Wann es so weit sein wird, steht in den Sternen, doch momentan habe er mehr Lust auf die Formel 1 als je zuvor. Das war 2007 noch anders: Damals kündigte er an, am Saisonende einen Schritt zurück zu machen, um für Martin Whitmarsh Platz zu machen. Inzwischen kann davon keine Rede mehr sein.

Im Rahmen seiner Rede sprach Dennis auch über Motivation und Inspiration von Mitarbeitern. Unter anderem gab er dabei folgenden Satz zum Besten: "Man kann Aufmerksamkeit für das Detail mit dem Blick über den Tellerrand kombinieren. Man kann das Unmögliche möglich machen." Diesen Worten lauschte zum Beispiel auch der frühere New Yorker Bürgermeister Rudy Giuliani, der sich vom McLaren-Boss schwer beeindruckt zeigte.

Als Beispiel für seine Methoden führte Dennis auf, dass er auch seine eigenen Kinder zu motivieren versucht, indem er ihnen Anreize anbietet, falls sie erfolgreich sind: "Wenn sie gute Prüfungsergebnisse erreichen, belohne ich sie dafür", so der 61-Jährige. "Meine Message an meine Kinder und an meine Mitarbeiter ist: Der menschliche Geist lässt sich nicht unterdrücken. Normale Menschen gibt es nicht, denn Menschen sind außergewöhnlich. Daher gibt es keine Grenzen."

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