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Coulthard: Eine Probefahrt im WRC-Boliden?

15. Dezember 2008 - 13:18 Uhr

Nachdem Sébastien Loeb im Red-Bull-Fahrzeug testen durfte, soll David Coulthard möglicherweise das Auto des Franzosen ausprobieren

David Coulthard hat sich nach Saisonende aus der Formel 1 verabschiedet
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Red Bull war beim diesjährigen "Race of Champions" (RoC) wieder einmal prominent vertreten. Vor allem im Finale wimmelte es vor lauter Bullen. Rallye-Weltmeister Sébastien Loeb setzte sich schließlich in einem spannenden Duell gegen den bisherigen Formel-1-Piloten David Coulthard durch, der kurz zuvor noch Demorunden in seinem Red Bull RB4 im Londoner Wembley-Stadion absolviert hatte.

Für Loeb war der Formel-1-Bolide kein unbekanntes Objekt, schließlich durfte der Franzose seine beeindruckende Fahrzeugbeherrschung jüngst in einem RB4 im Rahmen von Testfahrten unter Beweis stellen. Nun will man offenbar den Spies umdrehen. Coulthard soll eine Fahrt im WRC-Citroën des fünffachen Rallye-Champions unternehmen dürfen.

"Wenn er möchte, ist das für mich gar kein Problem", bot Loeb seinem Finalgegner beim RoC an. "Ich kann das ganz locker organisieren." Coulthard antwortete: "Ich würde liebend gern." Der Schotte fügte schmuzelnd hinzu: "Aber lieber nicht in einem Wald. Bei meiner aktuellen Unfallrate wäre das wohl ungemütlich. Vielleicht gibt es ja irgendeine Asphaltstrecke, wo ich das mal probieren könnte."

Seine Crashrate hielt der 37-Jährige auch in London hoch. Gleich mit mehreren Fahrzeugen rammte er die Banden aus dem Weg. Dennoch war Coulthard schnell und qualifizierte sich zur Freude der britischen Fans für das Finale. "Ich hatte noch etwas Energie übrig, weil ich ja in Brasilien nur zwei Kurven weit gekommen war", scherzte der frische Familienvater. "Aber jetzt ist alles verbraucht. Ich dachte immer, Grand-Prix-Rennen wären anstrengend..."

"Ich bin aber noch nie beim RoC so weit gekommen", freute sich Coulthard trotz seiner Finalniederlage gegen Loeb. "Ich war überrascht und kam am Ende ganz schön ins Schwitzen. Ich musste immerhin gegen einen mehrfachen Weltmeister antreten. Gegen ihn auf ein und derselben Strecke zu fahren und dann nur knapp geschlagen zu werden, ist okay. Damit kann ich gut leben."

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