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Wurz hat die Arbeit, die Youngster das Vergnügen
Bei Honda waren am ersten Tag in Barcelona gleich drei Piloten im Einsatz: Wurz fuhr fuhr die Entwicklungstests, Senna und Di Grassi durften üben
(Motorsport-Total.com) - Ein Tag, zwei Autos, drei Piloten - bei Honda gab es am Montag in Barcelona viel zu erleben. Während Testpilot Alexander Wurz die ernsthafte Arbeit mit einem modifizierten RA 108 erledigte, bekamen die beiden brasiliansichen Kandidaten Bruno Senna und Lucas di Grassi je einen halben Tag, um sich an die Arbeitsabläufe zu gewöhnen. Im Duell der Youngster behielt am Ende Senna in 1:24.343 Minuten deutlich die Oberhand gegen seinen Landsmann Di Grassi (1:25.512 Minuten).
"Der erste Tag mit Honda war toll", strahlte Di Grassi am Ende des ersten Tages. Der bisherige Renault-Tester wird morgen einen kompletten Tag absolvieren. "Heute musste ich mich gut darauf vorbereiten, damit ich morgen den gesamten Tag gut absolvieren kann. Einer von uns beiden musste ja als Erster auf die Strecke raus - das war ich. Am Vormittag war die Piste allerdings noch sehr verschmutzt. Ich bin erstmals mit Slicks gefahren."
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Di Grassi musste sich zunächst orientieren: "Ich fuhr zum ersten Mal mit einer Kombination aus diesjährigen Komponenten und Teilen für 2009. Ich benutzte alte Reifen und hatte nur wenig Downforce. Damit arbeitete ich mich durch ein Setup-Programm. Morgen werde ich erst beweisen können, was ich drauf habe." Der Renault-Zögling drehte insgesamt 48 Runden - neun mehr als sein namhafter Konkurrent um das Cockpit für 2009.
"Der erste Tag im Formel-1-Wagen war der erwartet große Moment für mich", freute sich Senna nach seinem ersten Einsatz. Heute morgen habe ich mich vorbereitet und einfach nur beim Boxenfunk gelauscht und gelernt, wie das Team arbeitet. Erst als ich zum ersten Mal aus der Garage rollte, spürte ich den großen Moment richtig. Das ist eine ganz besondere Gelegenheit und ein großer Lebenstraum. Das Team hat mir sehr geholfen. Schon bei meinem zweiten Run fühlte ich mich im Auto sehr wohl."
Der Neffe des legendären Ayrton Senna war am Montagabend begeistert: "Die Schaltung, die Power und die Aerodynamik - alles war ganz anders als bei einem GP2-Auto. Ich muss noch ein paar kleine Einstellungen vornehmen, aber generell fühle ich mich wirklich schon gut. Natürlich kommt es erst am Mittwoch wirklich drauf an, aber ich bin bisher schon sehr zufrieden. Je mehr ich fahre, umso schneller werde ich hoffentlich. Das war schon einmal ein absolut großartiger Tag für mich."
Mit der Gelassenheit von viel Erfahrung und einigen Jahren in der Formel 1 betrachtete Alexander Wurz das muntere Treiben der jungen Heißsporne. Der Österreicher arbeitete sich durch ein umfangreiches Testprogramm. "Aus dem Cockpit sieht das Auto mit Slicks viel besser aus", freute sich der Testpilot. "Der Fahrstil mit Slicks liegt mir auch viel mehr. Leider kommt diese Änderung für mich als Rennfahrer zu spät."
"Mein Fokus lag heute auf der Evaluierung einiger Abtriebs-Varianten und den Tests mit den Reifen. Wir haben einige wichtige Antworten bekommen und können nun in eine bestimmte Richtung gehen", fasste Wurz die Erkenntnisse des Tages zusammen. "Es war wirklich nett, heute die beiden jungen Kerle bei Honda in Action zu sehen. Beide haben sich schnell mit dem Auto angefreundet. Aber es kommt darauf an, wie sie sich weiterentwickeln, wenn sie einen ganzen Tag lang im Auto sitzen."
Für Alexander Wurz ist der Testauftritt in Barcelona bereits beendet. Morgen wird Jenson Button sein Cockpit übernehmen, während Di Grassi am Dienstag seinen entscheidenden Test fährt. Am Mittwoch kehrt Senna für einen ganzen Tag ins Cockpit zurück.












