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Qualifying verweigert Coulthard ein Abschiedgeschenk

01. November 2008 - 19:43 Uhr

Beide Red Bull sind auf den Plätzen zwölf und 14 außerhalb der Top Ten im Mittelfeld gestrandet - fehlender Grip ist die Hauptursache

David Coulthard
See you, DC! In seinem letzten Qualifying konnte der Schotte nicht glänzen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Sportlich gab es für Red Bull nach dem Qualifying wenig Positives zu vermelden und dennoch steht der Rennstall abseits des heißen WM-Duells in einem anderem, etwas kleineren Rampenlicht: David Coulthard absolvierte seine letzte Qualifikation. Mit Platz 14 ging diese allerdings wenig rühmlich über die Bühne, auch Teamkollege Mark Webber steht mit Platz zwölf nicht viel besser da. Dabei hatte das Wochenende gar nicht so schlecht begonnen. Doch steigende Temperaturen machten Red Bull einen Strich durch die Rechnung.

"Das war ein enttäuschender Tag für uns", fasste Webber zusammen. "Wir hatten gestern einen ganz guten Run, wir haben aber schon immer gewusst, dass es zeitmäßig sehr eng werden würde und leider haben wir nicht ganz die Pace aufbieten können, um es bis ins dritte Qualifying zu schaffen. Ich habe mein Bestmöglichstes gegeben, aber es ist ganz einfach: Wenn man nicht schnell genug ist, kommt man nicht durch."

Auch Coulthard hat sich seine Abschiedparty zumindest auf der Piste anders vorgestellt: "Ich bin nicht wirklich glücklich mit dem Ergebnis, nachdem es mein letztes Formel-1-Qualifying ist. Wir waren hier vergangenes Jahr ganz gut unterwegs und hatten es in die Top 10 geschafft. Wir sind daher diesmal mit der Hoffnung hergekommen, dass dies noch mal möglich wäre. Aber schlussendlich haben wir vor allem im mittleren Sektor zu wenig Grip gefunden."

Massive Grip-Probleme im mittleren Sektor

"Im ersten und letzten Abschnitt sind wir recht flott, aber in der Mitte haben wir ziemliche Probleme und das Heck ist nur am Rutschen, das kostet uns viel Zeit", analysierte der Schotte die Schwierigkeiten. "Die Reifen leiden hier auf den längeren Runs stark unter Graining. Wir hatten gehofft, es zumindest für eine Runde hinzubekommen und dann im Rennen unser Bestes zu geben. Wir müssen abwarten, zu was das Auto morgen in der Lage ist."

"Nachdem wir gestern im Freien Training und heute Morgen recht stark ausgesehen haben, ist es natürlich enttäuschend, sich nur für die Plätze zwölf und 14 zu qualifizieren", stößt Christian Horner ins gleiche Horn. Der Schuldige ist bereits entlarvt: "Nachdem die Temperaturen etwas angestiegen sind, hatte das augenscheinlich einen negativen Einfluss auf uns. Aber morgen wird es ein interessantes Rennen mit schwer vorhersehbarem Wetter sein und es gibt einiges, woran wir uns noch klammern können, das Wochenende ist noch nicht vorbei."

Auch Renault nimmt Abschied von Coulthard

Fabrica Lom, seines Zeichens leitender Ingenieur bei Renault, fasst ein bemerkenswertes Detail ins Auge: "Wir haben gerade einen sehr speziellen Moment erlebt: Das letzte Qualifying von David in der Formel 1. David ist eine echte F1-Legende. Er hat mit Renault seine Karriere begonnen und beendet diese mit Renault."

1994 war Coulthard an der Seite von Williams-Renault in die F1 eingestiegen und verlässt in Diensten von Red-Bull-Renault. "Es war uns ein Vergnügen und eine Ehre, in diesen Jahren mit ihm zu arbeiten, ich danke ihm dafür. Aber die F1 ist eben eine grausame Welt, die anderen Teams haben uns heute keine Geschenke gemacht. Wir sind auf zwölf und 14, morgen wird es ein hartes und interessantes Rennen."

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