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McLaren: Force-India-Deal keine Ablenkung

11. November 2008 - 14:49 Uhr

McLaren-Geschäftsführer Martin Whitmarsh glaubt nicht, dass der Vertrag mit Force India sein Team schwächen wird

Martin Whitmarsh
Martin Whitmarsh blickt der Kooperation mit Force India optimistisch entgegen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Seit dem Scheitern des Prodrive-Projekts von David Richards hatte McLaren-Geschäftsführer Martin Whitmarsh Pläne für eine Kooperation mit einem zweiten Formel-1-Team in der Schublade seines Schreibtischs in Woking. Nun kann er diese hervorholen und in die Tat umsetzen, denn schon ab 2009 werden die Silberpfeile mit Force India zusammenarbeiten.

Allerdings soll der Deal nicht vom Wesentlichen ablenken, nämlich vom Gewinnen der Weltmeisterschaft: "Wir sind ein privates Unternehmen", erklärte Whitmarsh gegenüber 'autosport.com'. "Ich berichte an die Teilhaber, die die Schecks ausstellen müssen. Hilft uns das, Weltmeister zu werden? Bringt es uns ein bisschen Geld? Wenn ich nicht beide Fragen mit Ja beantworten könnte, hätte ich unseren Teilhabern diesen Vorschlag nie unterbreitet."

Man darf nicht vergessen: McLaren-Mercedes schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe, zieht selbst einen millionenschweren Deal an Land und nimmt diesen auch noch Ferrari weg. Allerdings ist die technische Kooperation natürlich kein Selbstläufer, sondern McLaren und Mercedes werden Ingenieure dafür abstellen müssen. Einige Experten befürchten, dass dies das eigene Formel-1-Team schwächen könnte.

"McLaren wurde in der Vergangenheit immer wieder nachgesagt, von verschiedenen Dingen abgelenkt zu werden", so Whitmarsh. "Unsere Ansicht ist simpel: Wenn man Ressourcen nicht in das Gewinnen des nächsten Rennens investiert, ist man abgelenkt. (...) Seit ich zu McLaren gekommen bin, haben wir viele Projekte realisiert, die kurzfristig eine Ablenkung waren, aber sie haben geholfen, die Leistungsfähigkeit und Schlagkraft der Organisation langfristig zu stärken."

Wichtig bei der Entscheidung sei gewesen, dass man dem Sport als Gesamtheit helfen möchte. Aber Whitmarsh sieht auch einen ganz konkreten Nutzen für McLaren-Mercedes: "Wir werden daraus lernen, dass wir Force India über die Schulter schauen können", gab der Brite zu Protokoll. Und: "Ich wäre diese Partnerschaft nie eingegangen, wenn ich nicht glauben würde, dass sie uns in Zukunft dabei helfen wird, Weltmeisterschaften zu gewinnen."

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