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Kanada: Ecclestone hält sein Angebot nicht für übertrieben

20. November 2008 - 10:07 Uhr

Formel-1-Chef Bernie Ecclestone kann nicht nachvollziehen, warum ihm Kanada vorwirft, er würde zu hohe Gebühren für das Rennen verlangen

Bernie Ecclestone
Bernie Ecclestone betonte, Kanada ein faires Angebot gemacht zu haben
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Kanada hat das Formel-1-Rennen verloren, will aber unbedingt zurück in den Formel-1-Kalender - aber, so scheint es, nicht um jeden Preis. So trafen sich einige hochrangige Politiker und Organisatoren mit Bernie Ecclestone, um über die Zukunft des Grand Prix' in Kanada zu verhandeln. Am Ende herrschte aber Ernüchterung: Montréal wird die Forderungen des Formel-1-Chefs nicht erfüllen und erhält den Grand Prix demnach auch nicht zurück. Ecclestone kann die Entrüstung nicht verstehen.

Sein Angebot an die Kanadier sei gewiss nicht unverhältnismäßig, wie Ecclestone im Radiointerview mit 'CJAD' betonte. "Unangemessen im Vergleich zu was? Wir haben ein weltweites Business und niemand sonst denkt, dass wir unangemessen agieren. Wir haben eine ganze Reihe von Leuten, die unbedingt ein Rennen wollen. So unangemessen können wir also nicht sein."

"Jeder in der Formel 1 liebt Montréal", meinte Ecclestone, der selbst immer wieder erläutert, dass auch er einer Rückkehr des kanadischen Rennens positiv gegenüberstehen würde - sofern nur die entsprechenden Gelder entrichtet würden. Und diese seien bei weitem nicht überzogen, wie Ecclestone abschließend erklärte. Er habe den Verantwortlichen einen unschlagbaren Deal unterbreitet.

"Ich habe ihnen angeboten, dass sie zu mir ins Büro kommen und dort einen Vertrag irgendeines Überseerennens aus der Schublade ziehen sollen. Darauf müssten sie dann bloß noch den Ortsnamen durchstreichen und den eigenen einsetzen - und schon hätten wir das geregelt", meinte Ecclestone. "Was wir ihnen angeboten haben, war weniger, als wir von anderen Orten der Welt bekommen."

Alain Creton, Präsident des örtlichen Händlerverbunds von Montréal, brachte indes eine ganz andere Idee auf den Tisch: Die in der Formel 1 engagierten Werksteams könnten ihren - finanziellen - Beitrag leisten, wollen sie den derzeit einzigen Grand Prix in Nordamerika erhalten. Creton: "Für diese Leute ist Nordamerika doch ein enorm wichtiger Markt." Eine Spritze von jeweils 3 Millionen US-Dollar könnte das Rennen retten, so Creton.

"Es ist etwas verwirrend, das kein Hersteller dem Grand Prix seine Unterstützung zugesichert hat, wo doch ein so großer Anteil ihrer Verkäufe dort abgewickelt wird", wird Creton von 'GMM' zitiert. "Wenn man in Montréal beispielsweise einen Honda kauft, dann wird man sich gewiss wundern, weshalb Honda dem Rennen keinerlei Hilfe zukommen lässt." Neben Honda engagieren sich noch BMW, Ferrari, Mercedes, Renault und Toyota werksseitig in der Formel 1.

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