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Hill wünscht sich Aussprache mit Schumacher

09. November 2008 - 10:46 Uhr

Früher zofften sich Damon Hill und Michael Schumacher auf den Formel-1-Rennstrecken, heute sind beide Renn-Rentner - Plauderstunde erwünscht

Damon Hill und Michael Schumacher
Damon Hill und Michael Schumacher hatten zuweilen Diskussionsbedarf...
© Photo4 / xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Damon Hill und Michael Schumacher waren sich niemals sonderlich grün. Spätestens 1994 eskalierte die Situation um die beiden Stars der Szene. Nach dem tragischen Tod von Ayrton Senna in Imola standen Schumacher und Hill plötzlich im WM-Fokus - und duellierten sich sowohl auf als auch abseits der Rennstrecke. Immer wieder gerieten die beiden Rennfahrer auch in den Rennen aneinander. Über die Kollision in Adelaide 1994 wird bis heute diskutiert - sie hat die WM zugunsten Schumachers entschieden.

Knapp 15 Jahre nach den Ereignissen in Australien und rund eine Dekade nach seinem Abschied aus der Formel 1 verriet Hill der 'Abendzeitung', dass er sich gerne einmal mit seinem ehemaligen Erzfeind über ihre Duelle unterhalten würde: "Ein Wort gab damals das andere, und über die Jahre wurde es ziemlich viele. Es wäre Zeit, das unter Erwachsenen mal in Ruhe zu besprechen und alles auszuräumen."

Eine Aussprache der beiden ehemaligen Weltmeister hat es bislang anscheinend nicht gegeben. "Ich würde es aber sehr begrüßen", meinte Hill, der schon nach acht Jahren Formel 1 genug vom schnellen Leben am Limit hatte und Ende 1999 zurücktrat. Im Jahr darauf trat Schumacher erst seinen fünf Jahre währenden Siegeszug in der Formel 1 an, ehe auch er am Ende der Saison 2006 zurücktrat.

"Michael war, als er zurücktrat, noch wahnsinnig gut", zollte Hill seinem ehemaligen Hauptrivalen Respekt, der zum Abschluss seiner Karriere den zweiten Rang in der Gesamtwertung hinter Fernando Alonso belegt hatte. "Es muss schwer für ihn gewesen sein, mit dem aufzuhören, was er am meisten liebte. Das ist bei Rennfahrern besonders bitter, denn den Biss, der Beste zu sein, verliert man ja nie, nur die körperlichen Fähigkeiten."

"Man muss also rational Abschied nehmen von seinem wunderbaren Leben als Rennfahrer. Das ist furchtbar schwierig", plauderte der letzte britische WM-Sieger vor Lewis Hamilton aus dem Nähkästchen. Doch während sich Hill in seiner Eigenschaft als Präsident des britischen Rennfahrerklubs BRDC noch im Umfeld der Formel 1 tummelt, zieht es Schumacher wieder auf die Rennstrecke - auf dem Motorrad.

Hill kann dieses Verhalten durchaus nachvollziehen und meinte abschließend, dass auch er das Rennfahren liebte, aber irgendwann einfach nicht mehr konnte. "Michael trickst diesen Mechanismus aus, er fährt weiter Rennen - nur auf dem Motorrad und nicht auf allerhöchstem Niveau. Soweit ich das beurteilen kann, muss ich sagen: Er ist noch immer verrückt, landet oft mit dem Hintern auf der Straße. Ich könnte ihm ein paar Tipps geben..."

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