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Fittipaldi über Massas "positiven Druck"

02. November 2008 - 13:03 Uhr

Emerson Fittipaldi, Formel-1-Weltmeister 1972 und 1974, wünscht Felipe Massa den Titel, verdient hätte sich ihn aber auch Lewis Hamilton

Emerson Fittipaldi
Emerson Fittipaldi möchte gern den neunten WM-Titel für Brasilien mitfeiern
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die Leidenschaft für den Rennsport ist bei Emerson Fittipaldi auch heute noch nicht erloschen. Wenn er über seine Aktivitäten in der A1GP spricht oder über das Fahren des Pace-Cars in Indianapolis, dann schwingt auch heute die Begeisterung spürbar mit. In São Paulo verfolgt der Ex-Formel-1-Weltmeister nun den WM-Kampf 2008 aus nächster Nähe.

Natürlich steht ihm dabei sein brasilianischer Landsmann Felipe Massa näher als dessen Kontrahent Lewis Hamilton. Dabei sind Massas Chancen nicht sonderlich groß, er ist auch auf ein schlechtes Abschneiden von Hamilton angewiesen. "Der größte Vorteil, den er hat, ist, dass er den Druck positiv aufnimmt", so Fittipaldi gegenüber 'ITV'.

"Wenn man das so macht, dann ist es das beste Gefühl, wenn man zu Hause fährt, denn die Familie ist da, die Zuschauer und Medien stehen hinter einem. Das gibt einem die positive Motivation für den Sieg", fuhr er fort. "Er fuhr hier im Vorjahr einen tollen Grand Prix - und er kann das wiederholen."

Dabei spiele auch eine Rolle, dass sich Massa gereifter zeigt. "Er war in dieser Saison sehr beeindruckend, weniger aggressiv, dabei erfahrener", so Fittipaldi. Diese erfolgreiche Saison bleibt Massa ungenommen, auch wenn der Titel an Hamilton gehen sollte.

"Jeder, der den Titel gewinnt, hat ihn verdient", stellte er im 'Observer' klar. "Man muss die Fähigkeit dazu haben, das Talent und alle Umstände müssen passen. Wenn man sich die Jahre der Formel 1 anschaut, dann haben 99 Prozent der Weltmeister den Titel auch verdient. Felipe hat ein gutes Jahr, war fast immer schneller als Kimi (Räikkönen)."

"Aber man kann es auch anders sehen: Hätte Stirling Moss Weltmeister werden sollen? Ja, aber er wurde es nie", fuhr er fort. "Er hätte es verdient gehabt, Weltmeister zu sein. Auch Ronnie Peterson. Er war mein Teamkollege - ein unglaublicher und schneller Fahrer."

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