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FOTA reicht neue Vorschläge ein

06. November 2008 - 14:13 Uhr

Die Teamvereinigung FOTA hat in einer Sitzung in London weitere Ideen gesammelt und der FIA zukommen lassen - Planungen für 2010 laufen an

Stefano Domenicali, Martin Whitmarsh und Flavio Briatore
Die Teamvereinigung FOTA macht sich Gedanken um die Zukunft der Formel 1
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - FIA und FOTA wollen an einem Strang ziehen, um die Formel 1 in die Zukunft zu führen. Erste Gespräche waren am Rande des italienischen Rennens in Monza geführt worden, doch unmittelbar vor dem WM-Finale in Brasilien ruhten die Diskussionen verständlicherweise. In London trafen sich in dieser Woche die Verantwortlichen der Rennställe zur Besprechung des weiteren Vorgehens - und fanden offenbar erneut eine gemeinsame Richtlinie. Nun will man bereits für die kommenden Jahre vorausplanen.

Der FOTA-Vorsitzende Luca di Montezemolo brachte ein weiteres Schreiben an die FIA auf den Weg, in dem die Teams ihre Vorstellungen für die Zukunft der Formel 1 formulierten. "Das ist ein erster Maßnahmenkatalog mit Vorschlägen, die einstimmig angenommen wurde", sagte der Italiener der 'Gazzetto dello Sport'. "Damit werden die Kosten massiv reduziert. Wir haben uns darauf verständigt, 2010 Motoren für fünf Millionen Euro anzubieten."

"Wir haben auch beschlossen, 2011 Motoren zu weitaus geringeren Kosten zu produzieren", fuhr der Ferrari-Präsident fort. "Noch vor Ablauf des Jahres 2008 werden wir uns den Themen für 2010 widmen. Es war schlichtweg nicht möglich, die Zukunft der Formel 1 zwischen den Rennen in China und Brasilien zu entscheiden. Dafür braucht es mehr Zeit, aber die Art und Weise des Miteinanders passt schon einmal."

Gegenüber 'Autosport.com' sagte FOTA-Kollege und Toyota-Präsident John Howett, dass er die Formulierung dieser Ideen durchaus begrüße: "Ich halte das für sehr positiv. Es sind viele interessante Vorschläge dabei, über die das Komitee abstimmen kann. Es handelt sich um ein ernsthaftes und konkretes Paket, das einerseits die kleinen Teams unterstützt, andererseits die Kosten reduziert und die großen Teams zusammenbringt."

"Aber ein paar strittige Themen gibt es noch immer", merkte Howett an. "Bislang wurde nur beschlossen, die Lebensdauer der Motoren auf drei Rennen anzuheben und die Testkilometer weiter zu kürzen." Rückendeckung gab's auch von Honda-Teamchef Ross Brawn: "Die Arbeit der FOTA war bislang ziemlich gut. Sie haben wirklich sehr gute Ideen. Ich hoffe sehr, dass wir durch die FOTA einige alternative Vorschläge einbringen können, um die Ziele der FIA und der FOTA zu vereinen."

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