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Eddie Jordan: "Medaillen sind Unsinn"

26. November 2008 - 15:04 Uhr

Eddie Jordan kann sich mit den neuen Medaillenvorschlägen von Bernie Ecclestone nicht anfreunden: "Das ist alles überhaupt nicht durchdacht"

Eddie Jordan
Für Eddie Jordan schiesst Bernie Ecclestone weit über das Ziel hinaus
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Eddie Jordan war auch schon zu seinen aktiven Zeiten als Chef von Jordan Grand Prix ein Freund offener Worte. Nun hat sich der zukünftige 'BBC'-Experte zu den Plänen von Formel-1-Chef Bernie Ecclestone geäußert, der bereits in der Saison 2009 ein Medaillensystem installieren will.

Die Jordan-Meinung wird Ecclestone jedoch sicher nicht gefallen: "Ich halte das für Unsinn", stellte der 60-jährige Nordire gegenüber dem 'BBC'-Sender 'Radio Five Live' klar. Seine Begründung: "Im Moment sollte sich die Formel 1 auf die Kostensituation konzentrieren und sich mit nichts anderem beschäftigen."

Denn Jordan hält ein Punktesystem für unverzichtbar: "Ich war damals einer derjenigen, die sich in einem Meeting der Teamchefs für eine Erweiterung bis zum achten Platz ausgesprochen haben. Wir dürfen niemals vergessen: Für ein Hinterbänklerteam ist ein WM-Punkt genauso wichtig, wie für Ferrari oder McLaren ein Sieg."

Nach der Ecclestoneschen Variante soll es neben den drei bekannten Medaillenfarben Gold, Silber und Bronze auch ab Position vier keine Punkte mehr geben, eine aussagekräftige Gesamtwertung würde anhand der erzielten Positionen erstellt werden.

Für Jordan ist dies absolut kontraproduktiv: "Zwei Punkte oder null Punkte zu haben, macht einen riesigen Unterschied. Jeder, der die finanzielle Seite dabei kennt, weiß wie wichtig diese Punkte für das hintere Feld sind." Jordans Urteil fällt also vernichtend aus, denn Ecclestone bastle an etwas herum, "für das er meiner Meinung nach das komplette Verständnis verloren hat."

Auch die absolute Betonung eines Sieges sei nicht das Gelbe vom Ei. "Das ist für mich alles nicht durchdacht." Und der Tatsache, dass die Formel-1-Teams den Ecclestone-Vorschlag bereits abgesegnet hätten, steht Jordan skeptisch gegenüber: "Das glaube ich ganz einfach nicht."

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