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Coulthard vergleicht Hamilton mit Obama

26. November 2008 - 16:50 Uhr

Yes, we can: David Coulthard findet, dass Lewis Hamilton in der Formel 1 ebenso für einen Aufbruch steht wie Barack Obama in der Politik

Lewis Hamilton
"Yes, we can": Lewis Hamilton bei seinem triumphalen Besuch in Stuttgart
© Marc Thiesbürger

(Motorsport-Total.com) - Nur ein paar Tage, nachdem sich Lewis Hamilton in Brasilien zum ersten dunkelhäutigen Weltmeister der Formel-1-Geschichte gekrönt hat, wurde mit Barack Obama erstmals ein dunkelhäutiger Politiker ins Weiße Haus gewählt. Auch wenn die beiden in völlig unterschiedlichen Welten Aushängeschilder sind, so verbindet sie doch einiges.

"Als erster schwarzer Fahrer Formel-1-Weltmeister zu werden, ist für den Sport genauso signifikant wie die Wahl von Barack Obama zum US-Präsidenten", wird David Coulthard von 'Metro.co.uk' zitiert. "Das macht den Motorsport viel mehr Menschen als bisher zugänglich, was fantastisch ist. Wir leben in einer sich verändernden Welt und die beiden sind Speerspitzen dieser Veränderung." Zumindest den Obama-Slogan "Yes, we can" könnte man gut und gerne auch auf Hamilton anwenden.

Aber mit der Hautfarbe und der zeitlich nah beisammen liegenden Krönung in ihren jeweiligen Welten sind die Parallelen zwischen Hamilton und Obama noch lange nicht zu Ende. So haben beide Wurzeln in zumindest wirtschaftlich gesehen kleinen Ländern (Grenada beziehungsweise Kenia) und beide waren dieses Jahr in Deutschland: Hamilton beim Sieg in Hockenheim und bei Stars & Cars in Stuttgart, Obama bei seiner bemerkenswerten Rede in Berlin im Sommer.

Ebenso wie in der Politik durch Obama sieht Coulthard auch in der Formel 1 durch Hamilton einen Generationswechsel hereinbrechen: Altstars wie er selbst und Rubens Barrichello haben wohl keine Zukunft mehr, stattdessen übernehmen junge Gesichter das Kommando - und die Jungen von vor ein paar Jahren, die Alonsos, Räikkönens und Buttons dieser Welt, werden plötzlich schon mehr zu den Routiniers als zur jungen Garde gezählt.

"Ich bin nicht eifersüchtig auf Lewis' Erfolg", fügte Coulthard an. "Ich bewundere das, was er erreicht hat, weil ich weiß, wie hart man dafür arbeiten muss, an die Spitze zu kommen. Aber die Gefahr ist, dass der Erfolg zur Norm wird und er vergisst, was alles notwendig war, um diesen Punkt zu erreichen. Wenn Lewis aber motiviert bleibt und alles richtig macht, dann kann er in den nächsten zehn Jahren erfolgreich bleiben."

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