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Bourdais: Priorität gilt klar der Formel 1

20. November 2008 - 10:42 Uhr

Sébastien Bourdais kämpft derzeit um seinen Verbleib bei Toro Rosso - Manager Nicolas Todt will seinen Schützling vorrangig in der Formel 1 halten

Sébastien Bourdais
Wohin geht die Reise für Sébastien Bourdais? Noch steht nichts fest...
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Vor einem Jahr stieß ChampCar-Routinier Sébastien Bourdais zum Fahrerfeld der Formel 1, doch seine Karriere in dieser Rennserie könnte schon bald wieder vorbei sein. Noch hat Bourdais keinen Vertrag für 2009 und die Zahl der noch freien Cockpits nimmt stetig ab. Realistische Chancen dürfte der Franzose ohnehin nur noch bei Toro Rosso haben, wo er in diesem Jahr klar von Sebastian Vettel entzaubert worden ist. Manager Nicola Todt will Bourdais jedenfalls in erster Linie in der Formel 1 sehen.

"Das ist eine ziemlich unschöne Zeit", musste der Sohn des ehemaligen Ferrari-Teamchefs Jean Todt zugeben. "Es stimmt natürlich, dass es nicht gerade prickelnd ist, sich im November zu befinden und noch nicht zu wissen, was man im kommenden Jahr anstellen wird. Daher ist es unser Ziel, die Lage alsbald klarzustellen - egal, ob er nun in der Formel 1 sein wird oder nicht."

"Momentan konzentriere ich mich ausschließlich auf die Formel 1. Danach müssen wir weitersehen. Ich mache mir jedenfalls keinerlei Sorgen. Egal was passiert, Sébastien hat eine Zukunft auf dem höchsten Niveau des Motorsports. Ob das nun die Formel 1 ist oder eben nicht, das ist eine andere Frage", so Todt, der sich derzeit wohl hauptsächlich mit dem Thema "Toro Rosso" auseinander setzen dürfte.

Dort absolvierte Bourdais in dieser Woche einige Testfahrten in Barcelona - und traf dabei auf seine unmittelbaren Konkurrenten um den Drive beim italienischen Team um Teameigner Gerhard Berger: Routinier Takuma Sato durfte seine Visitenkarte abgeben und Youngster Sébastien Buemi klopfte wiederholt gut hörbar an die Türen von Toro Rosso. Man darf also gespannt sein, wie sich die Teamleitung entscheidet.

Buemi gilt als aufstrebendes Jungtalent, wohingegen Bourdais mit 29 Jahren schon im höheren Rennfahreralter ist und noch dazu erst ein Jahr Formel-1-Erfahrung aufweisen kann. Doch gerade deshalb betont Bourdais immer wieder, eine zweite Chance verdient zu haben - schließlich lief es für den Franzosen 2008 nicht immer ganz nach Plan. Das größte Plus von Sato könnten dagegen reichlich Sponsorengelder sein...

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