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Barrichello bestätigt Kontakte zu Toro Rosso

26. November 2008 - 11:12 Uhr

Rubens Barrichello möchte seine Karriere auf keinen Fall beenden und verhandelt mit zwei Teams für 2009: Honda und Toro Rosso

Rubens Barrichello mit seinem Sohn
Rubens Barrichello könnte schon bald mehr Zeit für seinen Sohn haben
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - 36 Jahre oder 270 Grands Prix ist Rubens Barrichello nach 16 Saisons Formel 1 inzwischen alt, aber beenden will er die längste Fahrerkarriere in der Geschichte der Königsklasse trotzdem noch nicht - ganz im Gegenteil: "Ich liebe den Motorsport und habe immer noch viel Energie", erklärte der Brasilianer nach dem Saisonfinale in seiner Heimat.

Aufgegeben hat er die Idee von einem weiteren Jahr in der Formel 1 jedenfalls noch nicht. Er habe Kontakte zu zwei "sehr konkurrenzfähigen" Teams: "Honda und Toro Rosso", wurde Barrichello erstmals wirklich konkret. "Das ist es, was mich momentan motiviert." Zwischendurch aufgekommene Gerüchte, wonach er auch bei Renault anstelle von Nelson Piquet jun. andocken könnte, sind längst wie eine Seifenblase zerplatzt.

Auch bei den beiden Teams, bei denen er noch hoffen darf, stehen die Chancen schlecht: Honda wird neben Jenson Button wohl einen jungen Brasilianer (Bruno Senna oder Lucas di Grassi) holen, um Neo-Sponsor Petrobras zufrieden zu stellen, und bei Toro Rosso gilt Sébastien Buemi als gesetzt. Einen Altstar wie Barrichello an Bord zu holen, würde allem widersprechen, wofür die junge und dynamische Marke Red Bull steht.

Insofern beginnt "Rubinho" schon einmal vorbeugend damit, in Erinnerungen zu schwelgen: "Es kommt mir vor, als wäre es gestern gewesen, als ich mit dem Rennfahren begonnen habe, dabei ist es schon 21 Jahre her, dass mir mein Vater gesagt hat, dass wir vielleicht mit dem Rennfahren aufhören müssen. Das war am Beginn meiner siebenten Saison im Kart. Das war die größte Enttäuschung meiner Karriere", so der neunfache Grand-Prix-Sieger.

"Es war schwierig für mich, meinen Vater, meine Brüder und meinen Großvater Doppelschichten im Eisenwarengeschäft in Interlagos schieben zu sehen, um das Geld aufzutreiben, damit ich weiter Rennen fahren kann", erinnerte sich Barrichello. "Verglichen damit sind wir heute in einer sehr guten Situation. Ich bin sehr stolz auf das, was ich erreicht habe - und ich bin stolz auf meine Familie, die mir all das ermöglicht hat."

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