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Wurz: "Die Tagesform wird entscheiden"

20. Oktober 2008 - 10:02 Uhr

Honda-Testfahrer Alex Wurz ist gespannt auf den Titelshowdown in Sao Paolo und erwartet ein spannendes Finale - Massa mit Heimvorteil

Alexander Wurz
Honda-Pilot Alexander Wurz ist sehr gespannt auf das Endspiel im Titelkampf
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Der ehemalige Grand-Prix-Pilot Alexander Wurz war in China vor Ort, um gemeinsam mit dem Honda-Team weitere Erfahrungen im Hinblick auf 2009 zu sammeln. In Shanghai standen freilich andere Protagonisten im Rampenlicht, denn der WM-Kampf zwischen Lewis Hamilton und Felipe Massa ging dort in seine vorletzte Runde. Noch ist keine Entscheidung gefallen, weshalb sich Wurz auf einen spannenden Aufgalopp in Brasilien freut. Dabei meint der Österreicher, Chancengleichheit zu erkennen.

Vor allem die Schlussphase des Großen Preises von China hatte es in sich, denn dabei spielte Ferrari eine teamtaktische Karte aus und ermöglichte WM-Anwärter Felipe Massa den Sprung auf den zweiten Platz hinter Lewis Hamilton. "Wenn die FIA hier eingreift, dann wäre das meines Erachtens nach ein zu großes Tohuwabohu und auch nicht gerechtfertigt", kommentierte Wurz diese Situation gegenüber 'ORF'.

"Es ist aber vollkommen egal, was man da macht. Wenn du beispielsweise dem Räikkönen (Kimi Räikkönen; Anm. d. Red.) sagst, er soll durch das Kiesbett fahren, dann hast du einfach das Risiko, dass er sich mit einem Steinchen zum Beispiel den Motor beschädigt. Es ist schon okay, denn das ist schließlich ein Teamsport, der von den Teams bezahlt wird. Da brauchen wir meiner Meinung nach gar nicht diskutieren."

Somit reist Hamilton nun mit sieben Punkten Vorsprung in die Heimat von Konkurrent Massa, wohingegen die Teamwertung beinahe entschieden scheint: Elf Punkte liegt Ferrari vor McLaren-Mercedes. "Sie führen jetzt relativ komfortabel", stellte auch Wurz fest. "Durch das Problem von Kovalainen (Heikki Kovalainen; Anm. d. Red.) sieht alles danach aus, dass Ferrari in Brasilien die Konstrukteurs-WM einigermaßen sicher nach Hause fahren kann."

Aber wer hat auf dem Kurs in Sao Paolo die besseren Karten? "Der Ferrari sollte in Interlagos besser sein als in Shanghai, bei McLaren ist das eigentlich ziemlich ausgeglichen", meinte Wurz. "Ich glaube, dass sich die beiden Konkurrenten dort auf Augenhöhe bewegen werden. Die Tagesform wird entscheiden, wobei Massa beim letzten Rennen bekanntermaßen sehr stark ist. Das spricht etwas für Felipe."

"Hamilton muss einfach Schadensbegrenzung betreiben und aufpassen, dass er nicht wieder den falschen Knopf am Lenkrad drückt", verwies der Österreicher abschließend auf den WM-Endspurt des Vorjahres. "Das ist natürlich eine prekäre Situation: In Brasilien gibt es eine gefährliche erste Kurve und dann könnte es auch noch regnen. Da ist noch nichts entschieden und es kann noch immer sehr spannend werden."

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