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Whitmarsh: "Es sollte für Lewis kein Problem sein"

24. Oktober 2008 - 15:47 Uhr

McLaren-Geschäftsführer Martin Whitmarsh im Teaminterview über den bevorstehenden Titel-Showdown in Interlagos

Lewis Hamilton Martin Whitmarsh
Martin Whitmarsh spricht seinem Schützling Lewis Hamilton Mut zu
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Bei McLaren-Mercedes sprühen alle Beteiligten vor Optimismus. Niemand scheint daran zu glauben, dass Lewis Hamilton in diesem Jahr erneut im entscheidenden Rennen den Titel verspielt. Angesichts der sieben Punkte Vorsprung auf Konkurrent Felipe Massa geht man im britischen Team davon aus, dass einzig ein technischer Defekt für traurige Mienen sorgen könnte. Wie McLaren-Geschäftsführer Martin Whitmarsh die Situation vor dem Showdown einschätzt, erklärte er im Teaminterview.

Frage: "Martin, wie beurteilen Sie das Kräfteverhältnis zwischen McLaren-Mercedes und Ferrari vor dem Finale der Weltmeisterschaft 2008?"
Martin Whitmarsh: "Vor einem Jahr war Ferrari in Brasilien stärker als wir, in diesem Jahr sieht es besser aus für uns. Die bisherige Saison hat gezeigt, dass Interlagos unserem Auto diesmal mehr liegen sollte als 2007. Zudem war es im letzten Jahr besonders heiß in Brasilien, was Ferrari entgegen kommt, doch in diesem Jahr wird das Wetter voraussichtlich kühler sein. All das ist die Basis für ein spannendes Rennen, und das ist gut für alle."

Frage: "Welche Variablen muss man in Interlagos bedenken?"
Whitmarsh: "Die Strecke ist ziemlich uneben, deshalb liegt ein Schwerpunkt auf einer guten, fahrbaren Balance. Zudem liegt Interlagos höher als andere Rennstrecken, das beeinträchtigt etwas die Motorleistung und auch den Abtrieb. Möglicherweise werden wir auch die Abstimmung von Lewis Motor etwas ändern, um auf der sicheren Seite zu sein. Darauf achten wir bei jedem Rennen, aber diesmal ist das natürlich wichtiger als sonst."

Frage: "Wie hoch ist der Erfolgsdruck für das Team?"
Whitmarsh: "Wir versuchen natürlich, alle erdenklichen Schwierigkeiten im Vorfeld aus dem Weg zu räumen, dennoch ist ein Rennen, in dem es um den Titel geht, immer eine besondere Belastung. Einerseits erscheint es einfach, die vier Punkte zu holen, die zum Titelgewinn reichen. Andererseits entspricht das nicht unserer Einstellung. Tatsächlich war der Grand Prix in Schanghai viel stressiger, denn davor hatte Lewis nur fünf Punkte Vorsprung vor Massa, und die hätte er leicht verlieren können."

"Mit den Leistungen, die wir in diesem Jahr zeigten, sollten ein fünfter Platz und die vier Punkte, die er dafür erhält, für Lewis kein Problem sein. Doch eine unerwartete Safety Car Phase oder ein mechanisches Problem können auch eine solche Platzierung schnell zunichte machen. Beide Fahrer müssen einfach ein problemloses Rennen fahren, aber die Sorge um die Zuverlässigkeit sorgt bei den Jungs in der Box für den größten Stress."

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