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Toyota macht Verbleib von Rahmenbedingungen abhängig

28. Oktober 2008 - 11:34 Uhr

Solange der Einheitsmotor nicht vom Tisch ist, möchte sich Toyota nicht zweifelsfrei zur Formel 1 bekennen - Verbleib bis 2012 gesichert

Timo Glock
Toyota wäre von einem Einheitsmotor für die Formel 1 nicht gerade begeistert...
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Neben Toyota hat nun auch Ferrari signalisiert, dass die Einführung eines Einheitsmotors ein Grund wäre, um der Formel 1 den Rücken zu kehren. Der japanische Rennstall hat seine Ausstiegsdrohung vor wenigen Tagen allerdings schon wieder etwas relativiert, schließt einen Rückzug allerdings nicht kategorisch aus. Vieles wird wohl davon abhängen, ob sich Automobilweltverband FIA und Teamvereinigung FOTA über ein Reglement verständigen können, das für beide Seiten tragbar ist.

"Wir denken eigentlich, dass wir bis mindestens 2012 dabeibleiben werden. Unser Ziel ist der Sieg und wir möchten weiterhin ein Teil der Formel 1 sein", sagte Toyota-Teampräsident John Howett gegenüber 'Autosport.com' und machte deutlich: "Der Punkt ist aber, dass wir keinen Einheitsmotor haben wollen."

"Wenn das durchgedrückt wird, dann liegt die Rückzugsentscheidung allerdings nicht bei uns, sondern beim Vorstand in Japan. Doch dort will man einen gewissen Grad an Unterschieden zwischen den Teams", wie Howett erläuterte. Und die FIA macht derzeit keinen Hehl daraus, genau in diese Richtung zu steuern: "Wenn man sich das aktuelle Dokument der FIA durchliest, dann sieht man, dass sie einen Exklusivlieferanten für den Antriebsstrang suchen."

"Dadurch gäbe es für die Hersteller keine Möglichkeit mehr zur Weiterentwicklung. Wir sind nicht daran interessiert, einen Motor nachzubauen", stellte der Toyota-Chef klar. "Das hat für einen Hersteller keine Wertigkeit. Aber es ist wirklich noch zu früh, um darüber zu spekulieren, was geschehen wird. Wir müssen erst einmal abwarten, ob die FIA sich die Vorschläge der FOTA anhört und ob sich die Regeln für die Formel 1 ändern oder eben nicht."

"Ich bin mit sicher, dass sich die Vorschläge der FOTA an der DNA der Formel 1 orientieren werden. Gleichwohl wird dadurch auch den Privatteams eine große Unterstützung angeboten. Die großen Teams wollen die kleineren gewiss nicht aus dem Weg räumen und die kleinen Rennställe erkennen den Wert der Herstellerteams", meinte Howett. "Zugegeben: Es gibt in der FOTA noch einige Meinungsverschiedenheiten, aber wir haben fest vor, dem Sport ein solides Fundament zu heben."

"Unsere Aufgabe ist es, in der Formel 1 zu siegen und das ist, was wir zu tun versuchen", gab Howett abschließend zu Protokoll. "Als FOTA-Mitglied wünschen wir uns eine stabile Formel 1, die für alle von uns eine gute Zukunftsperspektive darstellt. Wir wollen einen gewissen Grad an Stabilität für alle und möchten mit der FOTA unsere Vorstellungen über die Zukunft der Formel 1 einbringen."

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