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Red Bull mit einem geerbten Zähler

12. Oktober 2008 - 12:17 Uhr

Aus eigener Kraft ging es für Red Bull Racing nicht in die Punkte: David Coulthard verunfallte, Mark Webber war mit nur einem Stopp chancenlos

Mark Webber
Mark Webber biss sich durch ein schwieriges Rennen und wurde belohnt
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Auch in Japan ging es für Red Bull Racing nicht zurück zu alter Stärke - oder zumindest hinauf auf das Niveau des Schwesterteams Toro Rosso. David Coulthards Chancen waren schon nach wenigen Metern dahin. In der ersten Kurve fuhr Kazuki Nakajima gegen das rechte Hinterrad von Coulthards Auto. Kurze Zeit später bog der RB4 mit einem vermuteten Aufhängungsschaden von der Strecke ab und schlug heftig in die Reifenstapel ein.

Während der Schotte für den China-Grand-Prix nun ein neues Monocoque benötigt, kann Webber seinem Boliden treu bleiben. Der Australier kam ohne Probleme ins Ziel, zunächst aber nur auf Rang neun, also außerhalb der Punkte. Erst die Strafe für Sébastien Bourdais schob ihn einen Rang nach vorn, was ihm einen Zähler einbrachte.

"Nach einem schlechten Start hatte ich einen guten ersten Stint, ich habe einige überholt - Nick Heidfeld sogar doppelt", so Webber. "Der zweite Stint war von der Pace schwieriger, auf den weichen Reifen war es nicht so einfach. Vorn gab es Graining und es schwer, schnell zu bleiben. Felipe (Massa) hatte am Ende frischere Reifen und auch ein schnelleres Auto. Ich wusste, dass schwierig werden würde, ihn hinter mir zu halten, weil er eine viel bessere Traktion hatte. Ich versuchte mich zu verteidigen, als er überholen wollte. Aber hatte das schnellere Auto."

David Coulthard Kazuki Nakajima
Kazuki Nakajima schiebt David Coulthard hinten rechts an
© xpb.cc

Coulthard wusste nach dem Rennen nicht genau, was passiert ist. "Ich fuhr in die erste Kurve innen hinein, außen war (Sébastien) Bourdais. Beim Scheitelpunkt zog er wieder etwas rein", so der Schote. "Vor uns war (Nelson) Piquet und ich war zwischen beiden eingeklemmt. Es wurde etwas geschoben und gestoßen, und als ich dann aus Kurve zwei beschleunigte, trat der Schaden aus der ersten Kurve voll auf. Das Auto schlingerte und ich flog in die Begrenzung. Es war wohl eher die Aufhängung als der Reifen, denn man spürt es, wenn der Reifen nachgibt. Nun brauchen wir wohl ein neues Chassis."

"Glücklicherweise ist David nach dem schlimm aussehenden Unfall nicht verletzt", so Teamchef Christian Horner. "Eine Berührung in der ersten Kurve hob sein Auto, später brach dann die Aufhängung und er krachte in die Begrenzung. Mark verlor beim Start viel Zeit, fuhr dann aber mit einer gewagten Ein-Stopp-Strategie ein gutes Rennen und holte einen Punkt. Er hätte sogar noch einen holen können, aber Felipe Massa war einfach zu schnell."

"Ein schwieriges Rennen", so Renaults Motoreningenieur bei Red Bull. "Beide Fahrer hatten einen schlechten Start. David musste nach seinem Unfall aufgeben, Mark blieb am Start fast stehen. Damit war er ganz hinten. Aber er überholte danach viele Autos und zeigte eine beeindruckende Leistung. Gratulation an Renault für einen weiteren Sieg."

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