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Massa zum Auftakt in São Paulo Schnellster

31. Oktober 2008 - 14:43 Uhr

Felipe Massa fuhr im ersten Freien Training zum Grand Prix von Brasilien 0,190 Sekunden vor Lewis Hamilton Bestzeit - Nick Heidfeld auf Platz neun

Felipe Massa
Felipe Massa stellte im WM-Duell gegen Lewis Hamilton auf 1:0
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die Spannung war vor dem ersten Freien Training des Saisonfinales in Interlagos bei São Paulo greifbar, doch die Topstars ließen die Fans auf den Tribünen bei kühlen 16 Grad zunächst einmal warten. Am Ende kam dann doch noch so etwas wie Aufregung auf - und sehr zur Freude der "Paulista" fuhr Lokalmatador Felipe Massa Bestzeit.

Der Ferrari-Pilot lag über weite Strecken der 90-minütigen Session um ein paar Tausendstelsekunden hinter Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes), doch ein paar Minuten vor Schluss markierte er in 1:12.305 Minuten Bestzeit. Die Formel 1 ist damit jetzt schon schneller als am Freitag vor einem Jahr. Hamilton hatte 0,190 Sekunden Rückstand auf seinen großen WM-Konkurrenten und landete auf dem zweiten Platz.

Erste Begegnung auf der Strecke

Lewis Hamilton
Lewis Hamilton lag lange in Führung, wurde nach 90 Minuten Zweiter
© xpb.cc

Massa absolvierte 24, Hamilton 23 Runden - inklusive Startübung am Ende des ersten Trainings. Dabei hatte Massa zunächst 40 Minuten an der Box zugewartet, ehe er erstmals auf die Strecke ging. Kleine Randnotiz: Beim Rausfahren aus der Boxengasse kam der Ferrari-Hoffnungsträger ausgerechnet ein paar Wagenlängen vor Hamilton raus. Diese erste Begegnung der beiden verlief aber reibungslos.

Geprägt war die Session von leichtem Nieselregen, der mal stärker, mal schwächer war, aber kaum Einfluss auf den Zustand der Strecke hatte, die durchgehend gute Zeiten zuließ. Ganz zum Schluss gab es aber keine großen Verschiebungen mehr, sodass hinter den beiden WM-Rivalen Kimi Räikkönen (Ferrari/+ 0,202/18 Runden) unangefochten Dritter wurde. Der Finne stand zwischendurch 20 Minuten an der Box, während an seinem Auto gearbeitet wurde.

Räikkönen sorgte in einer ansonsten ereignislosen Session im Senna-S auch für den bisher einzigen Dreher. Hinter ihm klaffte bereits die erste Lücke von ein paar Zehntelsekunden zu Robert Kubica (BMW Sauber F1 Team/+ 0,569/24 Runden). Das ist theoretisch ein gutes Zeichen für Hamilton, denn dem reicht am Sonntag bekanntlich schon ein fünfter Platz, um Weltmeister zu werden. Da sind größere Abstände zum Mittelfeld klarerweise eine Hilfe.

Heidfeld bester Deutscher

Nick Heidfeld
Nick Heidfeld war um gut eine halbe Sekunde langsamer als sein Teamkollege
© xpb.cc

Auf den Positionen fünf bis acht landeten Heikki Kovalainen (McLaren-Mercedes/+ 0,620/20 Runden), Fernando Alonso (Renault/+ 0,756/25 Runden), Mark Webber (Red-Bull-Renault/+ 0,993/24 Runden) und Nelson Piquet (Renault/+ 1,073/39 Runden), der fleißigste Fahrer im Feld. Die beiden besten Deutschen, Nick Heidfeld (BMW Sauber F1 Team/+ 1,121/28 Runden) und Timo Glock (Toyota/+ 1,161/33 Runden), wurden Neunter und Zehnter.

Für Nico Rosberg (12./Williams-Toyota/+ 1,316/23 Runden) begann das Wochenende durchschnittlich, ebenso wie für den stark grippegeschwächten Jarno Trulli (11./Toyota/+ 1,295/24 Runden). Noch nicht auf Touren kam Sebastian Vettel mit seinem Spezialhelm zum Abschied von Toro-Rosso-Ferrari: 17. Platz und 1,531 Sekunden Rückstand nach 30 Runden. Adrian Sutil (Force-India-Ferrari/+ 2,399/21 Runden) wurde Vorletzter.

Interessant indes die Reifenfrage: Noch keiner der Topfahrer packte die weichere der beiden Bridgestone-Gummimischungen aus. Massa hatte allerdings mit einem Satz zwischendurch leichtes Graining, das sich rasch wieder verflüchtigte. Heidfeld probierte sogar einen Satz Intermediates aus. Besonders aufschlussreich die Topspeeds: 313 km/h verhalfen Hamilton zur Bestzeit im letzten Sektor. Massa wurde nur mit 309 km/h gemessen.

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