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Massa vs. Räikkönen: Die Sicht der Silbernen

19. Oktober 2008 - 12:42 Uhr

Sportlich fair nahmen die McLaren-Mercedes-Bosse Norbert Haug und Ron Dennis den Positionstausch der Ferrari-Piloten zur Kenntnis

Norbert Haug und Ron Dennis
Norbert Haug und Ron Dennis werden gegen Ferrari keinen Protest einlegen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/Premiere) - McLaren-Mercedes hat sich in diesem Jahr schon mehrfach über Entscheidungen der FIA beschwert, doch dass heute wegen des Positionstauschs zwischen Kimi Räikkönen und Felipe Massa in der 49. Runde des Grand Prix von China keine Untersuchung angestellt wird, nahmen die Silberpfeile ohne großes Murren zur Kenntnis.

Für Norbert Haug war schon während einer TV-Liveschaltung bei den Kollegen von 'Premiere' klar, was gleich passieren wird: "Da dürfen Sie mal raten, was die machen! Ganz so spannend ist das glaube ich nicht", sagte der Mercedes-Sportchef. Im Nachhinein meinte er dann achselzuckend: "Da wurde künstlich Spannung aufgebaut, aber der Zuschauer hat genauso gut gewusst wie ich, was da passieren wird..."

Die Frage, ob er nun eine Untersuchung seitens der FIA erwarte, beantwortete er folgendermaßen: "Das weiß ich nicht. Wir haben schon mal eine Untersuchung in Monaco erlebt. Wir haben damals keine Strafe gekriegt, das muss man auch festhalten. Ich glaube nicht, dass da etwas gemacht wird. Das ist nicht mein Thema. Ich rede nicht in Hypothesen. Ich bin bei Mercedes-Benz und nicht bei der FIA", so Haug.

Rückblende, Grand Prix von Monaco 2007: Fernando Alonso gewinnt das Rennen vor Lewis Hamilton. Letzterer ist bei der Siegerehrung stinksauer und ärgert sich über eine interne Absprache. Vor dem Start wurde vereinbart: Wer nach der ersten Kurve führt, darf das Rennen gewinnen. Die FIA nahm diesen Nichtangriffspakt anschließend unter die Lupe, verhängte gegen McLaren-Mercedes aber keine Strafe.

Genau wie Haug zeigte sich auch Teamchef Ron Dennis diplomatisch, als er auf die Ferrari-Strategie angesprochen wurde: "Ich möchte das nicht beurteilen", sagte der Brite, fügte aber mit einem süffisanten Grinsen an: "Kimi war danach schnell genug, um vor Alonso zu bleiben!" Gleichzeitig kündigte Dennis an, dass sein Rennstall bei der FIA keinen Protest wegen einer möglicherweise unerlaubten Stallorder einlegen wird.

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