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Keine brasilianische Schützenhilfe für Massa

30. Oktober 2008 - 21:18 Uhr

Rubens Barrichello und Nelson Piquet drücken Felipe Massa zwar die Daumen, wirklich helfen werden sie ihrem Landsmann aber nicht

Felipe Massa
Felipe Massa darf nicht mit Schützenhilfe seiner Landsleute rechnen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Im Fahrerlager in São Paulo gab es heute nur ein Thema: das WM-Duell zwischen Lewis Hamilton und Felipe Massa. Wenn man bedenkt, dass sonst an einem Donnerstag oft mehr über politische Machtspiele als über Motorsport diskutiert wurde, dann ist das zumindest beim Saisonfinale eine äußerst erfreuliche Erscheinung.

Zur FIA-Pressekonferenz waren unter anderem Rubens Barrichello und Nelson Piquet geladen, zwei Landsleute von Massa. Die beiden drücken dem Ferrari-Piloten zwar die Daumen, tippen aber eher auf Hamilton und können wohl auch kaum etwas unternehmen, um Massa zu helfen. Denn Honda und Renault sind derzeit kaum schnell genug, um McLaren-Mercedes zu schlagen und Hamilton somit wertvolle Punkte wegzunehmen.

Außerdem: "Ich fürchte, ich kann Felipe nicht helfen", argumentierte Barrichello. "Stellt euch mal vor, ich unternehme etwas gegen Lewis. Wäre Felipe darüber glücklich? Wäre er dann ein würdiger Weltmeister? Ich finde nicht. Die beiden Jungs haben die ganze Weltmeisterschaft gegeneinander gekämpft und so soll es auch sein. Ich will ihnen nicht im Weg stehen." Piquet schloss sich dieser Aussage widerspruchslos an.

Einen Favoriten sehen Barrichello und Piquet sehr wohl: "Lewis hat die Oberhand", nickten sie im Rahmen der FIA-Pressekonferenz einstimmig. "Felipe muss versuchen, das Rennen zu gewinnen. Den Rest kann er nicht beeinflussen", so Barrichello. Und Piquet fügte an: "Alles ist möglich, wie wir vergangenes Jahr gesehen haben. Lewis muss aber nur ein paar Punkte holen." Massa habe jedoch 2008 einen sehr guten Job gemacht.

Das sieht Barrichello genauso: "Nach drei Rennen wollten ihn die Italiener schon loswerden, denn er hatte null Punkte. Aber wir wussten, dass er Rennen gewinnen und um die Weltmeisterschaft kämpfen kann. Das hat er bewiesen. Mit zwei Siegen hintereinander war er wieder im Rennen. Um das zu schaffen, musst du mental sehr stark und sehr lernfähig sein. Er hat sich super geschlagen", meinte der Honda-Pilot abschließend.

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