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Heidfeld: "Tokio wäre mir zu extrem"

08. Oktober 2008 - 16:56 Uhr

Nick Heidfeld kann der japanischen Kultur jede Menge abgewinnen, möchte aber eher nicht in Tokio zuhause sein oder ein Sumo-Ringer sein

Nick Heidfeld
Nick Heidfeld im Freizeitlook: Der BMW Sauber F1 Team Pilot ist gerne Tourist
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Einmal im Jahr schickt sich der Formel-1-Zirkus an, die japanische Hauptinsel unsicher zu machen. War bis einschließlich 2006 Suzuka der Austragungsort für den Grand Prix von Japan, so hat Fuji im vergangenen Jahr das Zepter übernommen. Die Kultur ist an beiden Örtlichkeiten freilich dieselbe und eben jene weiß BMW Sauber F1 Team Pilot Nick Heidfeld sehr zu schätzen. Der Deutsche ist ein großer Fan der japanischen Küche und interessiert sich ganz nebenbei auch für die traditionelle Tätowierkunst.

Mit der japanischen Hauptstadt Tokio - eine Megacity von ungeheuren Ausmaßen - wird Heidfeld allerdings nicht so recht warm. "Ich mag einerseits Städte sehr gerne, andererseits auch das Land. Ich wohne ja in der Schweiz, in der Nähe von Zürich. Da habe ich irgendwo beides, aber Tokio wäre mir dann doch viel zu extrem", erläuterte der 31-Jährige. "Mal für ein paar Tage oder für ein Wochenende ist es interessant, da ist natürlich immer was los, aber so ein bisschen Ruhe und Natur brauche ich dann doch schon."

Doch nicht nur das Leben in einer Megastadt in Tokio ist gewöhnungsbedürftig, auch das Sportangebot in Japan unterscheidet sich deutlich von europäischen Verhältnissen. So würde sich Heidfeld sehr gerne einmal einen Sumo-Ringkampf ansehen: "Es wäre interessant, in erster Linie wegen der Atmosphäre. Ist ja ein Sport, der in Japan sehr, sehr groß ist. Die Sumo-Ringer sind ja richtige Stars und das ist dann natürlich komplett anders als hier bei uns in Europa."

Selbst einmal einen Fuß in den Ring setzen möchte Heidfeld allerdings nicht: "Ich glaube, die Gewichtsklasse gibt es da nicht, nein", scherzte der Mönchengladbacher, der vor wenigen Tagen von seinem Rennstall für die kommende Saison bestätigt wurde. Kulinarisch fühlt sich Heidfeld in Japan jedenfalls sehr wohl: "Ich esse sehr gerne Sushi. Wir haben zu Hause auch das ein oder andere Mal Sushi gemacht."

"Aber mit das Beste gibt es - so finde ich - tatsächlich in Japan und auch in Tokio. Man sagt ja, dass angeblich der beste Fisch, der da gefangen wird, direkt in Japan bleibt und gar nicht rausgeschifft wird", erläuterte Heidfeld, der sich auch für die alte japanische Tätowierkunst interessiert. "Davon habe ich schon öfters Fotos von gesehen oder etwas drüber gelesen."

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