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Hamilton Thema bei der nächsten Fahrerbesprechung

12. Oktober 2008 - 10:55 Uhr

Laut Timo Glock wird sich Jarno Trulli bei der nächsten Fahrerbesprechung in Shanghai über WM-Leader Lewis Hamilton beschweren

Timo Glock
Timo Glock findet, dass gegen Hamilton etwas unternommen werden muss
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die aggressive Fahrweise von Lewis Hamilton bleibt in der Formel 1 sportlich gesehen weiterhin ein brandheißes Thema. Nach dem heutigen Rennen in Fuji wunderte man sich vor allem bei Toyota über den Aufschrei der Silberpfeile, die finden, dass ihr Starfahrer immer wieder zu Unrecht von den Rennkommissaren bestraft wird.

Zur Vorgeschichte: Nach dem Grand Prix in Monza hatte sich Timo Glock lautstark über ein hartes Abdrängmanöver von Hamilton beschwert, für das er nie eine Entschuldigung zu hören bekam. Mercedes-Sportchef Norbert Haug gab die Kritik zurück und meinte sinngemäß, Glock solle sich nicht über normale Rennzwischenfälle so aufregen. Daher eröffnete Glock seine heutige Rennanalyse mit den Journalisten mit folgenden Worten: "Was hat der Herr Haug denn diesmal gesagt?"

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Toyota vs. Hamilton, die Zweite

"Alle anderen fahren auch ein Rennen."
Timo Glock

Später erklärte der Deutsche, dass Hamilton auch heute wieder eine Aktion gegen Toyota gesetzt hat - zwar nicht gegen ihn selbst, sondern gegen seinen Teamkollegen Jarno Trulli. Der lag nämlich wegen der Boxenstopps der Führenden plötzlich selbst an der Spitze und überrundete in der 21. Runde den Silberpfeil von Hamilton. Was auf den TV-Bildern nicht zu sehen war: Hamilton wurden bereits davor blaue Flaggen gezeigt.

Das will Trulli in Shanghai zur Sprache bringen: "In der nächsten Fahrerbesprechung wird Jarno fragen, warum Hamilton ihn zwei Runden blockiert hat, obwohl er eine Runde Rückstand hatte", so Glock. "Jarno lag in Führung und hat dadurch anderthalb bis zwei Sekunden verloren, weil Hamilton die blauen Flaggen nicht befolgt hat. Gut, Hamilton war wahrscheinlich auf 180 im Auto. Das muss man verstehen. Aber alle anderen fahren auch ein Rennen."

Nichts wurde aus dem Traum vom Sieg

"Wir hätten in der Region von Jarno ankommen können."
Timo Glock

Für Glock selbst war der Japan-Grand-Prix, den er in der Toyota-Heimat am liebsten gewonnen hätte, schon nach sechs Runden vorbei: Im Getümmel der ersten Kurven fuhr er über ein Wrackteil, wodurch das Handling hinüber war. Ein paar Kurven später hob der Deutsche auf einem Randstein "ähnlich wie in Melbourne" ab, wobei die Halterung seines Schalensitzes im Cockpit brach. Nach einem Reparaturstopp musste er eine Runde später ganz aufgeben.

"Es hat sich so angefühlt, als hätte auch mit der Radaufhängung etwas nicht gestimmt, aber vielleicht kam mir das durch den lockeren Sitz nur so vor", analysierte Glock, der davon überzeugt ist, dass heute wieder ein gutes Resultat möglich gewesen wäre: "Wir hätten in der Region von Jarno ankommen können." Das hätte Platz fünf oder sechs bedeutet. Insofern zeigte er sich vor seiner Abreise "sehr enttäuscht".

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