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Häkkinen und die zwei Sieger in Singapur

03. Oktober 2008 - 11:39 Uhr

Ex-Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen analysiert das erste Nachtrennen der Grand-Prix-Geschichte: "Faszinierend, fantastisch und überraschend"

Mika Häkkinen
Mika Häkkinen war als Botschafter einer Aktion gegen Alkohol am Steuer vor Ort
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Für die Formel 1 hat mit dem Grand Prix in Singapur ein neues Zeitalter begonnen. Die Nachtpremiere hat viele Kritiker überzeugt, die bei der Idee für einen solchen Event große Vorbehalte hatten. Die Bilanz des Straßenrennens in der asiatischen Wirtschafts-Metropole fällt gar so gut aus, dass der Ruf nach weiteren nächtlichen Events immer lauter wird. Die möglichen Austragungsorte werden bereits sondiert: Suzuka und Abu Dhabi scheinen auf der Wunschliste ganz oben zu stehen.

Die Veranstalter in Singapur hatten ganze Arbeit geleistet und den unzähligen Besuchern auch abseits der Strecke viel Unterhaltung geboten. Ein Straßenfest wurde inszeniert, viele Lokal durften bis zum frühen Morgen geöffnet bleiben. Auch die verschiedenen Formel-1-Sponsoren übertrafen sich mit werbewirksamen Aktionen gegenseitig. Für McLaren-Sponsor "Johnny Walker" war Ex-Weltmeister Mika Hakkinen als Botschafter gegen Alkohol am Steuer unterwegs. Der Finne chauffierte Gäste per Boot durch den Hafen von Singapur.

Trotz seiner Aufgabe als Hobby-Kapitän blieb dem Weltmeister von 1998 und 1999 genügend Zeit, den Grand Prix aus nächster Nähe zu betrachten. "Das Ergebnis war natürlich überraschend", erklärte Häkkinen zum Sieg von Fernando Alonso. "Ich habe einen solchen Zieleinlauf nicht erwartet. Aber es war natürlich toll", bilanzierte der Finne gegenüber 'autosport.com'.

Auch die Organisation des Events habe vorne und hinten gestimmt, sagte Häkkinen. "Es war das erste Nachtrennen der Formel 1 und man hatte wirklich eine extreme Beleuchtung an allen Orten der Strecke dort. Man fragte sich: 'Was soll hier eigentlich schief gehen?' Trotzdem kamen immer wieder Leute zu mir, die mich nach möglichen Problemen fragten. Ich sagte nur: 'Nun wartet mal ab. Lasst uns doch nicht über negative Dinge sprechen. Ich bin sicher, dass sie alles getan haben, um Probleme zu vermeiden.' Man sollte einfach nicht so negativ sein."

Nach Abschluss der Veranstaltung sah sich Häkkinen in seiner Sicht der Dinge absolut bestätigt. "Wir haben einen absolut faszinierenden Grand Prix erlebt, ein fantastisches Rennen und alles ging gut. So gesehen haben wir zwei Grand-Prix-Sieger: Einmal Fernando Alonso und auf der anderen Seite auch Singapur selbst."

Mit Genugtuung betrachtete der Finne auch die Leistung seines Ex-Teams McLaren-Mercedes und die Fahrt von Lewis Hamilton. Auf die zurückhaltende Fahrweise des aktuellen WM-Führenden angesprochen, formulierte Häkkinen: "In meinen Augen, dreht sich immer alles ums Lernen. Man muss lernen. Wenn du es nicht tust, machst du die selben Fehler zweimal. War das, was wir in Singapur gesehen haben, ein Resultat der Geschehnisse des vergangenen Jahres? Ja, ich bin mir da ganz sicher."

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