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Häkkinen: "Es kann alles passieren!"

16. Oktober 2008 - 09:18 Uhr

Ex-Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen über den WM-Kampf seines McLaren-Mercedes-Freundes Lewis Hamilton und den Sparzwang in der Königsklasse

Mika Häkkinen
Mika Häkkinen fuhr bei seinen insgesamt 161 Grand-Prix-Starts 20 Siege ein
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Mika Häkkinen ist der letzte Sternfahrer, der es bisher zu weltmeisterlichen Ehren gebracht hat. Nach seinen beiden Titeln 1998 und 1999 herrschte für McLaren-Mercedes bis heute Flaute im Kampf um die WM. Lewis Hamilton soll in diesem Jahr endlich legitimer Nachfolger des Finnen werden und die Krone wieder einmal für die Silbernen holen. "Es ist wirklich extrem aufregend zwei Rennen vor Schluss", freute sich Häkkinen auf ein spannendes Finale der aktuellen Saison.

Aus Sicht des zweifachen Champs könne auf der Zielgeraden noch so viel passieren - das vergangene Jahr habe dies deutlich dargestellt. "Es ist eine Kombination von vielen Faktoren. Es geht um technische Defekte, Fahrfehler und auch die Regeln sind in einigen Fällen ja etwas interpretierbar. Es kann wirklich alles passieren", erklärte Häkkinen seine Sicht der Dinge gegenüber 'autosport.com'.

Der 40-Jährige tourt zurzeit als Botschafter gegen Alkohol am Steuer für McLaren-Sponsor 'Johnny Walker' durch die Weltgeschichte. Bei einem Zwischenstopp in Kolumbien wurde er bezüglich der WM-Chancen von Hamilton befragt. "Lewis ist ganz sicher vorne und wenn er kühlen Kopf bewahrt, wird er ganz locker die Weltmeisterschaft gewinnen. Aber Felipe ist dran, er klopft schon an die Tür. Und auch Kubica kommt immer näher. Man weiß wirklich nie, was noch alles passieren wird."

Der Finne beobachtet nicht nur das sportliche Geschehen mit Spannung. Auch die angekündigten Sparmaßnahmen in der Formel 1 betrachtet Häkkinen mit interessiertem Blick. "Die Finanzkrise hat alle betroffen. Die Formel 1 ist ein Teil der Unterhaltungs-Branche und extrem teuer. Immerhin reisen rund 2.500 Leute die ganze Zeit im Rahmen der Formel 1 rund um den Globus. Da ist es doch logisch, dass auch die Formel 1 von der Finanzkrise Auswirkungen spüren wird."

Schon in wenigen Tagen sollen sich die Formula One Teams Association (FOTA) und FIA-Chef Max Mosley auf ein umfangreiches Sparpaket einigen. "Wenn man mich fragt, dann hätte ich sicherlich viele verschiedene Ideen und ich sehe sehr viele Optionen, aber man muss bedenken, dass alles, was man tut, auch umfangreiche Auswirkungen haben wird", sagte Häkkinen mit Blick auf die aktuellen Diskussionen um die Formel 1 der Zukunft.

"Es ist aber nicht so einfach", betonte der zweifache Vater. "Es ist nie so, dass man sagen könnte: 'Okay, lasst uns genau dieses machen und dann gehen die Kosten herunter'. Das ist alles sehr kompliziert und es sollten sich viele intelligente Leute, die gut rechnen können, damit auseinandersetzen. Man muss sicherstellen, dass weder die Show unseres Sports darunter leidet, noch die Teams weitere Probleme bekommen und trotzdem die Formel 1 die ganz klar höchste Motorsport-Kategorie bleibt."

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