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Die Geschichte von David Marshall Coulthard in Zahlen

29. Oktober 2008 - 12:45 Uhr

In wenigen Tagen geht die Karriere von David Coulthard zu Ende - nach 15 Jahren Formel 1 verlässt der Schotte die Rennfahrer-Bühne

David Coulthard
Routinier David Coulthard steigt am Wochenende zum letzten Mal ins F1-Auto
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - David Coulthard ist einer der dienstältesten Piloten im Fahrerfeld der Formel 1 - und wird dies nur noch bis nach dem Rennen in Brasilien sein, denn unmittelbar danach hängt der Schotte seinen Helm an den Nagel und tritt zurück. Grund genug, um einmal auf die illustre Karriere des Schotten zurückzublicken, dem in all den Jahren der ganz große Durchbruch niemals gelungen ist. Stets stand Coulthard im Schatten anderer Fahrer, mauserte sich aber dennoch zu einem hervorragenden Toppiloten.

1994 feierte Coulthard seinen Einstand in der Formel 1 - nach dem tragischen Tod von Ayrton Senna wurde 'DC' vom Testfahrer zum Stammpiloten befördert und durfte das Williams-Cockpit des Brasilianers übernehmen. Seither absolvierte der Schotte 245 Grands Prix, von denen er insgesamt 13 für sich entscheiden konnte. Erstmals stand Coulthard 1995 in Estoril ganz oben auf dem Siegerpodest, der bislang letzte Sieg datiert aus dem Jahr 2003 im Albert Park zu Melbourne.

Von Williams zu McLaren und Red Bull

62 Mal nahm der 37-Jährige an einer Champagnerdusche auf dem Podium der Formel 1 teil, drehte 18 schnellste Runden und holte ein Dutzend Pole-Positions. Seine insgesamt 535 WM-Punkte reichten allerdings nie zum Titelgewinn - in seiner erfolgreichsten Saison belegte Coulthard 2001 Rang zwei hinter Ferrari-Pilot Michael Schumacher. Wie Mika Häkkinen, so sollte sich auch der Deutsche als großer Rivale von Coulthard entpuppen.

So rasselten die beiden Konkurrenten auf der Strecke manchmal heftig aneinander - zum wohl spektakulärsten Zwischenfall zwischen Schumacher und Coulthard kam es wohl in Spa-Francorchamps 1998, als der Ferrari-Fahrer seinem Kontrahenten ins Heck donnerte und dem Schotten anschließend eine böswillige Absicht unterstellte. Kurios: Zwei Jahre zuvor hatte Coulthard sich in Monaco bei Schumacher einen Helm borgen müssen, weil seine eigenen alle nass waren.

Nach seinem Engagement bei Williams heuerte Coulthard 1996 bei McLaren an, fuhr dort an der Seite von Häkkinen und Kimi Räikkönen und landete nach vielen Jahren schließlich bei Red Bull, wo er auch am Wochenende sein letztes Rennen bestreiten wird. Unsere Kollegen von 'Formula1.com' haben noch eine ganze Reihe illustrer Statistiken zum Karriereende des smarten Schotten zusammengetragen, der in Kürze Vater werden wird.

Vielflieger: Coulthard tourte lange um die Welt...

So hat Coulthard in seiner langen Laufbahn als Formel-1-Pilot 160 Rennanzüge getragen, 140 Helme aufgezogen und 85 Handschuhpaare benutzt. In insgesamt 31.332 Stunden Fitnesstraining hat sich der ehemalige McLaren-Mercedes-Fahrer auf die Strapazen der Formel 1 vorbereitet und 432 Hähnchen wurden dabei vom künftigen Rentner verputzt, der außerdem an 22 Modenschauen teilgenommen hat.

Der einst als Playboy bekannte Rennfahrer jettete in 1.927 Flügen mehrfach rund um den Globus und ist bis dato der einzige Pilot, der im Superman-Kostüm das Siegerpodest eines Formel-1-Rennens erklomm. Besser als 2006 erging es Coulthard allerdings 2000 und 2002, denn da konnte der 1971 geborene Gentleman die Glamour-Klassiker in Monte Carlo für sich entscheiden.

Zum vorläufig letzten Mal wird David Coulthard am Sonntag in einen Großen Preis gehen, ehe sich die Formel 1 von einem ihrer größten Darsteller der vergangenen Jahre verabschieden muss.

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