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Chancen für Montréal-Rettung gering

13. Oktober 2008 - 10:20 Uhr

In Montréal kämpft man um den gestrichenen Formel-1-Grand-Prix - Honda-Geschäftsführer Nick Fry: "Können das Rennen 2009 nicht mehr retten"

Nick Fry
Keine Formel 1 in Nordamerika: Nick Fry hofft auf eine Rückkehr spätestens 2010
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nach dem gewaltigen Erdrutsch, den die Formel 1 durch die Streichung des Montréal-Rennens 2009 erfahren hat, folgen immer neue Nachbeben. Mit einer Petition will man um die Rückkehr in den Kalender kämpfen. Nicht nur die Fans und die Regierung in Quebec machen sich für den Erhalt des Klassikers auf der Ile Notre Dame stark, sondern auch offenbar die Formula One Teams Association (FOTA). Vor allem den Herstellern ist es ein Dorn im Auge, dass man nun auch das letzte Rennen auf dem nordamerikanischen Kontinent gekickt hat.

"Ich glaube kaum, dass wir das Rennen 2009 noch retten können. Es fehlt einfach die Zeit", brachte Honda-Geschäftsführer Nick Fry seine Enttäuschung in der Zeitung 'La Presse' zum Ausdruck. Die Wiederaufnahme des Grand Prix in Kanada in den Kalender 2009 würde voraussichtlich einige Verschiebungen erzwingen. Das Rennen in Istanbul müsste vom Juni in den August verschoben werden, damit Kanada wieder seinen angestammten Platz einnehmen könnte. Damit ginge jedoch ein Teil der von den Teams geforderten Sommerpause verloren.

"Wir müssen aber unbedingt eine Lösung für 2010 und die danach folgenden Jahre finden", betonte Fry. "Es muss innerhalb der FOTA höchste Priorität bekommen, dass wir um mindestens zwei Rennen in Nordamerika im Kalender kämpfen." Für Ferrari, Honda, Toyota, BMW und Mercedes ist der nordamerikanische Kontinent ein wichtiger Markt, während Renault dort so gut wie gar nicht vertreten ist.

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