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Barrichello gibt nicht auf

18. Oktober 2008 - 07:04 Uhr

Rubens Barrichello will unbedingt bei Honda bleiben und würde dafür auch wegen KERS Gewicht abnehmen - Toro Rosso als Alternative?

Rubens Barrichello
Die Karriere von Rubens Barrichello könnte nach São Paulo zu Ende gehen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Das Honda-Team will sich mit seiner Fahrerentscheidung bis nach Saisonende Zeit lassen, weil während der Wintertests einige junge Talente - darunter auch Bruno Senna - evaluiert werden sollen. Das bedeutet, dass Rubens Barrichello weiterhin in der Luft hängt, denn Jenson Button gilt bei den Japanern als gesetzt.

Doch der Brasilianer, seit Sommer längstdienender Formel-1-Pilot aller Zeiten, gibt nicht auf: "Ich werde alles tun, was in meiner Macht steht, um zu bleiben", kündigte er gegenüber 'autosport.com' an. "Wenn das bedeutet, dass ich wegen KERS Gewicht abnehmen muss, diese sechs Kilogramm, dann werde ich das im Dezember und Januar tun." Auch für zusätzliche Testfahrten signalisierte er Bereitschaft, sollte das Team das verlangen.

Gewicht: Vorbild Kubica

Aber Gewicht abnehmen? Zum Hintergrund: 2009 wird die Hybridtechnologie KERS in der Formel 1 eingeführt. Die KERS-Einheit wiegt jedoch so viel, dass Honda offenbar das zulässige Minimalgewicht zumindest bei Barrichello überschreiten würde. Um diesbezüglich nicht im Nachteil zu sein, müsste der Routinier abspecken - genau wie Robert Kubica im vergangenen Winter, der für eine bessere Gewichtsverteilung sieben Kilogramm runtertrainierte.

"Ich denke nur an die Formel 1", stellte Barrichello klar. "Mit all meinem Input finde ich, dass ich mir ein Cockpit verdient habe. Auch nach 16 Jahren bin ich nicht müde, sondern ich bin Herr der Lage. Ich bin körperlich sehr stark. Nichts kann mich aufhalten." Doch weil die Luft bei Honda immer dünner für ihn wird, hört er sich inzwischen unverbindlich bei anderen Teams um. Angeblich soll es gestern in Shanghai ein Gespräch mit Toro-Rosso-Boss Gerhard Berger gegeben haben.

Konkurrenzkampf gegen die Jungen

Auf Honda ist Barrichello nicht sauer: "Wenn sie andere Fahrer außer mir testen wollen, dann gut. Wenn sie glauben, dass sie einen besseren Mann finden, dann muss ich das respektieren. Dagegen kann ich nichts machen", so der 36-Jährige. Zwischen den Zeilen ließ er dann freilich doch durchklingen, dass man sich derzeit bei Honda möglicherweise auf die falschen Dinge konzentriere und man an ihm eigentlich festhalten sollte.

Sollte es zum Abschied kommen, dann wäre der Heim-Grand-Prix in São Paulo möglicherweise sein letzter - und das, ohne es vorher zu wissen. Das hätte Vor- und Nachteile: "Emotionell gesehen wäre es traurig", gab Barrichello zu Protokoll, "denn wenn es schon das Ende ist, dann würde ich mich gerne verabschieden. Aber wenn es nicht so kommt, dann wird andererseits auch weniger Leiden mit der Sache verbunden sein."

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