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Piquets Platz bei Renault wackelt immer mehr

30. September 2008 - 13:41 Uhr

Bisher hat sich Nelson Piquet bei Renault mit wenig Ruhm bekleckert, weshalb er 2009 angeblich durch einen Landsmann ersetzt werden könnte

Nelson Piquet Jr.
Für Nelson Piquet wird die Luft bei Renault mit jedem Rennen dünner...
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Zieht man den durch eine Safety-Car-Phase entstandenen zweiten Platz von Nelson Piquet in Hockenheim einmal ab, dann hat der 23-Jährige in seinen ersten 15 Formel-1-Rennen gerade mal fünf Punkte geholt. Das entspricht einem Schnitt von einem achten Platz in jedem dritten Rennen - zu wenig, um das Herz von Teamchef Flavio Briatore im Sturm zu erobern.

Gegen die 38 Punkte von Fernando Alonso sehen die 13 von Piquet eher kümmerlich aus. Natürlich hat es ein Rookie gegen einen zweifachen Weltmeister alles andere als leicht, aber dass man mit außergewöhnlichem Talent selbst dem Singapur-Überraschungssieger die Stirn bieten kann, hat Lewis Hamilton 2007 bei McLaren-Mercedes bewiesen. Daher wird die Luft für Piquet bei Renault langsam immer dünner.

Mit seinem selbstverschuldeten Unfall am vergangenen Sonntag tat er sich hinsichtlich der Perspektive für 2009 keinen Gefallen, auch wenn Verschwörungstheorien besagen, dass Piquet seinen Renault auf Anweisung des Teams absichtlich gegen die Mauer gesetzt haben soll, um die für Alonso hilfreiche Safety-Car-Phase zu provozieren. Nur: Renault dementiert derartige Spekulationen ganz entschieden.

Erster Anwärter auf die Piquet-Nachfolge ist laut 'autosport.com' Renault-Testfahrer und GP2-Hoffnung Lucas di Grassi. Der Brasilianer unterlag im GP2-Titelkampf 2007 einem gewissen Timo Glock und wurde dieses Jahr Meisterschaftsdritter, obwohl er in den ersten sechs Rennen gar nicht am Start war. Kürzlich hat di Grassi bei den letzten Formel-1-Testfahrten der laufenden Saison in Jerez offenbar überzeugt.

Viel hängt natürlich davon ab, ob Alonso bleiben wird oder nicht. Sollte der Spanier tatsächlich zu BMW oder Honda wechseln, dann würden Piquets Chancen auf einen Verbleib im Team drastisch steigen. Ansonsten könnte er laut 'autosport.com' zu Toro Rosso abgeschoben werden. Dort allerdings will man den Weltmeistersohn angeblich auch nur gegen eine finanzielle Mitgift - schließlich braucht Gerhard Berger Kleingeld für die Zeit nach der Kundenautoregel...

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