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McLaren: Totalübernahme steht nicht zur Debatte

16. September 2008 - 15:48 Uhr

Immer wieder kommen Gerüchte auf, wonach Mercedes McLaren übernehmen könnte, doch laut Ron Dennis ist das derzeit kein Thema

Ron Dennis und Martin Whitmarsh
Ron Dennis und sein zukünftiger Nachfolger Martin Whitmarsh in Monza
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die McLaren-Gruppe liegt derzeit im Besitz von vier Teilhabern: Daimler (40 Prozent), die Bahrain Mumtalakat Holding Company (30), Ron Dennis (15) und die TAG-Gruppe von Mansour Ojjeh (15). Immer wieder kommen Gerüchte auf, wonach Daimler beziehungsweise Mercedes 100 Prozent übernehmen könnte, doch das steht momentan nicht zur Debatte.

"Ich sehe keinen Sinn darin", erklärte Dennis dem 'Corriere della Sera'. "So wie sie sind, sind die Dinge gut. Wir diskutieren jedes Jahr gemeinsam unsere Pläne und werden uns in allem einig." Auch aus dem Mercedes-Lager hört man nur, dass es derzeit keine Absicht gibt, an den Anteilsverhältnissen etwas zu ändern. Freilich gibt man in Stuttgart offen zu, dass man die Situation Jahr für Jahr nach allen relevanten Gesichtspunkten neu evaluiert.

Doch wozu sollte die Marke mit dem Stern Unsummen locker machen, um ein Team zu übernehmen, an dem man ohnehin schon beteiligt wird, wenn die Silberpfeile auch so als Mercedes-Boliden wahrgenommen werden? Außerdem liegt Ferrari auch nicht zu 100 Prozent im Ferrari-Besitz und am BMW Sauber F1 Team hält weiterhin Peter Sauber Anteile. Nur Renault, Toyota und Honda sind "reinrassige" Werksteams.

Allerdings ist Dennis mit 61 Jahren nicht mehr der Jüngste. Problem ist das keines, denn eine Nachfolgeregelung ist schon seit Jahren vorbereitet - in Person von Martin Whitmarsh: "Er übernimmt schon jetzt mehr und mehr Verantwortung und eines Tages wird er Leiter der ganzen McLaren-Gruppe sein", bestätigte Dennis, der Whitmarsh schon seit vielen Jahren als rechte Hand an das Business heranführt.

Er selbst denkt aber noch nicht an Rücktritt: "Anfang 2007 wollte ich bei den Rennen weniger involviert sein, aber dann ist passiert, was passiert ist - und so wollte ich nicht aufhören. Früher oder später wird sich das ändern, denn ich plane andere Businessprojekte. Aber ich werde mich nie ganz vom Team zurückziehen - ich werde nur meine Rolle verändern. McLaren ist in meinem Blut. Ich bin auch kein Angestellter, also kann mich niemand rausschmeißen."

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