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Ferrari macht sich um Räikkönens Motivation keine Sorgen

05. September 2008 - 16:53 Uhr

Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali hat nicht das Gefühl, dass es Kimi Räikkönen derzeit an Motivation mangelt

Stefano Domenicali
Stefano Domenicali macht sich um Kimi Räikkönen keine Sorgen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Im vergangenen Jahr holte Kimi Räikkönen noch den WM-Titel, dieses Jahr läuft es für den Finnen nicht mehr rund. Er steht derzeit im Schatten von Teamkollege Felipe Massa, hatte beim vergangenen Rennen in Valencia einem Motorschaden zu beklagen und krachte im Freien Training zum Großen Preis von Belgien in die Reifenstapel.

Dass die mangelhafte Leistung im Vergleich zu seinem brasilianischen Teamkollegen fehlender Motivation zuzuschreiben ist, wollen einige "Experten" ausgemacht haben, doch davon will man bei Ferrari nichts wissen.

"Meiner Meinung nach ist Kimis Motivation sehr groß, er ist derjenige, der die aktuelle Situation nicht mag", wird Teamchef Stefano Domenicali von 'autosport.com' zitiert. Richtig ist hingegen, dass sich der amtierende Champion im Auto derzeit nicht wohl fühlt, was aber auch einigen anderen Piloten in diesem Jahr so geht, was auffällig ist.

Domenicali ist sich sicher, dass der Finne nach wie vor motiviert ist. Man unterstütze ihn als Team nach besten Kräften, arbeitet zusammen "sehr hart mit ihm", um die Probleme aus der Welt zu schaffen.

"Es ist natürlich besser, zwei starke Autos zu haben als nur eines."
Stefano Domenicali

Der Teamchef hofft, dass sich Räikkönen wieder fängt und um den WM-Titel fahren kann, anstatt seinen Teamkollegen unterstützen zu müssen: "Es ist natürlich besser, zwei starke Autos zu haben als nur eines. Mit Sicherheit werden wir vielleicht eine Entscheidung treffen, wie wir sie zu einem bestimmten Zeitpunkt der Saison im vergangenen Jahr getroffen haben." In diesem Jahr habe es jedoch noch keine Situation gegeben, in der ein Fahrer dem anderen Punkte weg geholt habe.

Angesichts zweier Motorschäden in den vergangenen zwei Rennen muss sich Ferrari auch um die Technik sorgen machen, doch Domenicali spielt dies herunter. Es habe in beiden Fällen ein fehlerhafter Pleuel seinen Dienst versagt, der aus derselben Charge stammte.

Man habe dieses Problem nun "hoffentlich isoliert", müsse sicherstellen, dass die Qualitätskontrolle gut funktioniere, "nicht nur im Unternehmen sondern auch bei unseren Zulieferern": "Dies ist ein Schlüssel-Gebiet, dessen Bedeutung wir nicht unterschätzen dürfen."

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