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FOTA-Arbeitskreis: Viel Arbeit, wenig Zeit

26. September 2008 - 12:06 Uhr

Ross Brawns FOTA-Arbeitskreis für Technik tagte in Singapur, um weiter am Reglement zu arbeiten - Inhalte bleiben vorerst unter Verschluss

Giorgio Ascanelli
Toro Rossos Giorgio Ascanelli war beim gestrigen FOTA-Meeting anwesend
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Wie von uns berichtet fand gestern in Singapur ein Treffen des Arbeitskreises Technik der Formula One Teams Association (FOTA) statt. Unter dem Vorsitz von Honda-Teamchef Ross Brawn diskutierten die Technischen Direktoren der zehn Formel-1-Teams, wie das zukünftige Reglement für die Königsklasse aussehen soll.

Was dabei herausgekommen ist, werden frühestens die Teamchefs nach ihrem Meeting bekannt geben, das heute stattfand. Dabei ging es um die Beibehaltung der dreiwöchigen Sommerpause. Grundtenor nach dem Treffen des Arbeitskreises Technik war jedoch: "Es ist ein langwieriger Prozess, aber wir haben wenig Zeit", so Giorgio Ascanelli von Toro Rosso gegenüber 'Motorsport-Total.com'. Genauer gesagt ist Zeit bis zum 3. Oktober.

Dann nämlich läuft die von FIA-Präsident Max Mosley gesetzte Frist aus, die die Teams einhalten müssen, wenn sie das Reglement selbst bestimmen wollen - auf Basis von FIA-Richtlinien freilich. Diese kommen aber gar nicht so schlecht an: "Das sind sehr vernünftige Vorschläge", sagt Ascanelli über Mosleys Grundsätze. "Einige davon werden wir in kurzer Zeit nicht umsetzen können, aber so ist das eben: Demokratie braucht seine Zeit."

Nicht ganz nachvollziehen kann der Italiener die Homologierungsdiskussionen: "Es wird viel darüber geredet, das Chassis und andere Teile einzufrieren, aber wir müssen da sehr vorsichtig sein, denn wenn alles eingefroren ist, wird derjenige, der den ersten Grand Prix gewinnt, auch den letzten Grand Prix gewinnen. Andererseits muss man auch zugeben, dass das Einfrieren der Motoren die Entwicklungskosten massiv gesenkt hat."

Übrigens: Über Kundenautos wurde gestern unter den Technischen Direktoren nicht diskutiert - der Punkt stand nicht einmal auf der Tagesordnung. Das ist aber ohnehin eher Sache der Teamchefs, die erst heute tagten. Dabei ging es vor allem um die zukünftige Gestaltung des Rennkalenders. Bekanntlich soll die dreiwöchige Sommerpause gestrichen werden, aber dagegen laufen einige Teamchefs - allen voran Ron Dennis - Sturm.

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