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Ecclestone: "Vettel hat das Zeug zum Weltmeister"

08. September 2008 - 09:52 Uhr

Bernie Ecclestone über die Unterstützung für Sebastian Vettel, sein Unverständnis bezüglich Kimi Räikkönen und die Herausforderungen als Formel-1-Boss

Bernie Ecclestone
Bernie Ecclestone hält Sebastian Vettel für einen kommenden Champion
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/Premiere) - Bernie Ecclestone ist nach wie vor der starke Mann der Formel 1. Der 77-jährige Brite handelt die Verträge mit Strecken und Veranstaltern aus, Vermarktet die Senderechte und hat in seiner Karriere schon mehrfach Teams aus kniffligen Situationen geholfen. Ecclestone ist sich nicht unumstritten, aber doch leistet er seit vielen Jahren wichtige Arbeit, um die Königsklasse auf höchstem Niveau zu halten.

"Es ist dieser Tage nicht einfach, die Probleme in den Griff zu bekommen. Wir kriegen einfach keine Mehrheit zusammen", beschrieb der Formel-1-Boss im Interview mit 'Premiere' die Probleme der heutigen Formel 1. Vor allem, wenn es um das geschlossene Auftreten der Teams geht, sieht der Zampano einige Defizite. Die Einzelinteressen der Teams sollen nun in der neu gegründeten Teamvereinigung FOTA (Formula One Teams Association) gebündelt werden - vielleicht ist es ein Anfang.

"Es ist nicht wichtig, ein Diktator zu sein, aber man muss führen", beschrieb Ecclestone seinen oft diktatorischen Führungsstil. "Ich wäre nicht da, wo ich heute bin, wenn ich früher nicht durchgegriffen hätte. Mit einer Demokratie kommt man in der Formel 1 nicht wirklich weit. Wenn ich es nicht bin, muss jemand anderes die Führung übernehmen. Der Grund, wieso ich es weiterhin tue, ist: Ich liebe die Formel 1. Ich habe sicherlich auch ein genügend großes Ego, dies zu tun." Ein echter Nachfolger ist nach wie vor ohnehin nicht in Sicht.

"Mit einer Demokratie kommt man in der Formel 1 nicht wirklich weit."
Bernie Ecclestone

Da sind die aufstrebenden sportlichen Talente sicherlich in größerer Dichte vorhanden. Neben Lewis Hamilton, der in den vergangenen rund eineinhalb Jahren in der Formel 1 einen Raketenstart hingelegt hat und den lang gehegten Wunsch Ecclestones nach einem dunkelhäutigen Toppiloten endlich erfüllt, liegen die deutschen Hoffnungen oft auf Sebastian Vettel. "Wenn die deutschen Fahrer öfter aufs Podium kommen würden, wäre ich schon zufrieden. Ich unterstütze Sebastian Vettel. Er hat für mich das Zeug zum Weltmeister."

Ein großes Lob für einen jungen Mann. Vettel könnte also als potenzieller Nachfolger eines Kimi Räikkönen auftreten. Auch Ecclestone erkennt beim Finnen immer mehr Anzeichen von mutmaßlicher Lustlosigkeit. "Was ich an Kimi nicht verstehe ist, warum er den Speed verloren hat. Er ist in der Regel schneller als Massa. Es wirkt, als ob er eingeschlafen wäre. Es ist ganz komisch", fasste der Formel-1-Boss seine Ansicht über den Ferrari-Star zusammen.

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