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Alonsos Dreistoppstrategie sicherte den Sieg

28. September 2008 - 22:38 Uhr

Ursprünglich wollte Fernando Alonso in Singapur dreimal stoppen, was das Rennen für ihn entschieden hat - Bob Bell überaus erleichtert

Fernando Alonso
Fernando Alonso verschaffte Renault heute einen großen Motivationsschub
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Renault hat heute in Singapur erstmals seit Ende 2006 wieder einen Grand Prix gewonnen - und das war kein Zufallstreffer, denn Fernando Alonso hatte schon in zwei der drei Freien Trainings Bestzeit markiert. Für die Moral des ehemaligen Weltmeisterteams und für den Kampf um Platz vier bei den Konstrukteuren waren die zehn Punkte Gold wert.

"Wir haben das als Team gebraucht", erklärte Technikchef Bob Bell gegenüber 'autosport.com'. "Wir hatten am Samstag Pech, aber wir hatten ein gutes Gefühl, denn Fernando war schnell und wäre mit einem problemlosen Qualifying in den ersten drei Reihen gestanden. Da wäre sicher ein Podium drin gewesen. Dass wir uns jetzt von einer viel schlechteren Ausgangsposition erholt und gewonnen haben, das ist einfach fantastisch!"

Ausschlaggebend für den Sieg war Alonsos geplante Dreistoppstrategie mit einem kurzen ersten Stint, denn durch die kam er schon in der zwölften Runde an die Box - also zwei Runden vor dem Unfall seines Teamkollegen Nelson Piquet, der die rennentscheidende Safety-Car-Phase auslöste. Nur Red Bull pokerte genauso goldrichtig, aber Mark Webber und David Coulthard waren nicht konkurrenzfähig genug, um ganz nach vorne zu fahren.

"In unserer Situation mussten wir etwas anderes machen als die anderen Teams", so Bell. "Also entschieden wir uns für eine Dreistoppstrategie - genauer gesagt mit einem kurzen ersten Stint, weil das Risiko einer Safety-Car-Phase sehr groß war. Aber selbst bevor das Safety-Car rauskam, konnte Fernando schon drei oder vier Plätze aufholen. Genau darauf hatten wir gehofft. Das hat uns in die Hände gespielt."

Doch unabhängig von allem Rennglück war Alonso eine Klasse für sich, als die zweite Safety-Car-Phase beendet und der finale Showdown eröffnet wurde: "Man kann nicht wegdiskutieren, dass Fernando auf und davon gefahren ist, als das zweite Safety-Car reinkam. Er hatte die Pace, er war auf den richtigen Reifen und er fühlte sich im Auto sehr wohl. Das ist für ihn voll aufgegangen", sagte Bell abschließend.

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