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Valencia: Teams rechnen mit Safety-Car im Rennen

18. August 2008 - 10:42 Uhr

Bei Straßenrennen kann es zu deutlich mehr Zwischenfällen kommen als auf Rundkursen - Safety-Car-Einsatz in Valencia wahrscheinlich

Adrian Sutil
Adrian Sutil und Force India könnten von Safety-Car-Perioden profitieren
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - In den vergangenen Wochen ist es wieder stiller geworden um die umstrittenen Safety-Car-Regeln in der Formel 1. Doch dieses Thema erhält wieder eine besondere Aktualität und Brisanz, steht doch mit Valencia ein Stadtrennen auf dem Formel-1-Terminkalender, bei dem wieder erhöhte Zwischenfall-Gefahr besteht. Vor allem die Topteams würde eine Safety-Car-Phase möglicherweise aus dem Konzept bringen - und damit im Zweifelsfall um wichtige WM-Punkte. Für kleinere Rennställe könnte dies aber eine ganz große Chance sein.

"Für ein Team wie unseres ist das sicherlich von Interesse", bestätigte der Technische Direktor von Force India, Mike Gascoyne, gegenüber 'autosport.com'. "Wir werden uns detailliert damit auseinandersetzen", meinte der Brite, dessen Force-India-Team in dieser Saison bislang noch keine WM-Punkte eingefahren hat.

"Man hat die vielen Leitplanken und die Schwierigkeit, gestrandete Autos zu bergen. Es wird also reichlich Safety-Car-Perioden geben", ist sich der ehemalige Toyota-Mitarbeiter sicher. "Wir werden uns Strategien ansehen, die von denen der anderen Teams abweichen, um möglicherweise daraus Kapital zu schlagen."

"Bei der Strategie musst du die Strecke genau betrachten und wissen, wie sich die Reifen verhalten - das wird dann die Richtung für uns vorgeben und wir werden diese Informationen in unsere Rennplanungen mit einfließen lassen", erläuterte Gascoyne die Herangehensweise an dieses besondere Rennen.

Auch Red-Bull-Pilot Mark Webber ist sich den speziellen Umständen des Valencia-Rennens bewusst, was dem Australier einige Sorgenfalten auf die Stirn malt: "Leider kann man heutzutage manchmal nicht die wahre Leistung entfalten, denn Safety-Car-Phasen können Straßenrennen zuweilen ganz schön durcheinander bringen."

"Wenn dein Wochenende aber miserabel verläuft, dann könnte sich das allerdings auch positiv auswirken", sagte Webber und spricht aus Erfahrung. Jüngstes Beispiel: Hockenheim. Toyota-Fahrer Timo Glock crashte schwer, das Safety-Car kam auf die Strecke und auf einmal lag Nelson Piquet im Renault in Führung.

"Das ist die große Sorge, die man vor einem solchen Rennen hat: Hast du ein gutes Wochenende, dann kann dir das Safety-Car alles ruinieren", meinte Webber abschließend. "Straßenrennen waren schon immer überaus anfällig für Gelbphasen - aber bei den jetzigen Regeln können alle deine Anstrengungen einfach so den über den Haufen geworfen werden."

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