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Toyota und der Verfolgungswahn

06. August 2008 - 12:06 Uhr

Zwei Podestplatzierungen brachte das Toyota-Team wieder mitten in den Kampf um Platz vier - Toyota-Chef John Howett über den Verfolgungswahn

John Howett
Toyota-Teamchef John Howett muss zwei parallele Ziele verfolgen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Toyota steht mittlerweile bereits im siebten Jahr seiner Formel-1-Aktivitäten. Die bislang mit Abstand beste Saison lieferten die Japaner 2005 ab, als Jarno Trulli und Ralf Schumacher fünfmal auf das Podium fuhren und am Ende Platz vier in der Konstrukteurswertung belegten. Damals übrigens hinter Renault, McLaren-Mercedes und Ferrari, aber immerhin deutlich vor dem BMW Williams Team.

Rang vier ist auch in der Saison 2008 das klar definierte Endziel, und die beiden Podestplatzierungen von Jarno Trulli in Frankreich und am vergangenen Wochenende durch Timo Glocks zweiten Platz auf dem Hungaroring haben Toyota genau diesen Platz einnehmen lassen.

Vier Punkte beträgt der Vorsprung auf Renault, das Red-Bull-Team liegt bereits elf Zähler hinter den Japanern. Doch Toyota-Chef John Howett ist auf der Hut: "Zwischen Renault, Red Bull und uns geht es von Strecke zu Strecke hin und her", weiß Howett, der daher den Begriff Konstanz als Erfolgsschlüssel im Kampf um Platz vier vermutet.

"Wir müssen einfach etwas paranoid sein."
John Howett

Obwohl der lang ersehnte erste Formel-1-Sieg nach wie vor nicht gelungen ist, glaubt Howett, dass man zumindest wieder auf dem Level von 2005 operiert. Der Grund liegt bereits in der Saison 2007 verborgen: "Unsere Saison damals war viel besser als man anhand der Resultate sehen kann. Nun haben wir meiner Meinung nach ein gutes Team von Menschen, die miteinander arbeiten und nun geht es voran."

Ein weiteres entscheidendes Kriterium wird im weiteren Saisonverlauf eine fein abgestimmte Arbeitsteilung für den aktuellen TF108, aber auch für das Auto des Jahrgangs 2009 darstellen. Denn neben dem aktuellen Kampf um den ominösen Platz vier gelten 2009 andere Regeln: "Nächstes Jahr bietet eine große Chance und ein ganz hohes Risiko. Wenn du alles richtig machst, kommst du groß heraus, aber wenn es du es nicht hinbekommst, dann wirst du die gesamte Saison über Probleme haben. Das ist uns sehr wohl bewusst."

Und noch kann man es sich nicht leisten, zu 100 Prozent am 2009er Auto zu bauen, dazu ist das Formel-1-Mittelfeld in diesem Jahr viel zu eng. Aber Howett bleibt zuversichtlich: "Wir denken, dass wir gut dastehen, aber jemand anderer könnte einen besseren Job gemacht haben. Wir müssen einfach etwas paranoid sein."

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