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Speed Academy: Ebel sucht den Super-Schumi
'RTL'-Boxenreporter Kai Ebel macht im Rahmen der Speed Academy den motorsportlichen Nachwuchs fit - Neuer Schumacher schon gefunden?

(MST/Speed-Academy.de) - Seit 16 Jahren gilt der Mönchengladbacher Moderator und Reporter Kai Ebel als "Mister Boxengasse" bei der Formel 1. Für seinen Haussender 'RTL' ist der diplomierte Sportlehrer so hautnah an den Piloten und den Verantwortlichen der Königsklasse des Motorsports wie sonst niemand. Er hatte sie wirklich alle, die Schumachers, Alonsos, Hamiltons, Coulthards und Räikkönens. Ende August wird Ebel, der als renommierter Box-Fachmann gern selbst in den Ring steigt, 44 Jahre jung. Der TV-Mann ist natürlich topfit. "Genau das erwarte ich auch von den Fördermitgliedern der Speed Academy: Sie müssen nicht nur auf, sondern auch neben der Strecke immer Topleistungen bringen."
Frage: "Kai, Sie sind Jurymitglied der Speed Academy und begründen Ihr Engagement mit dem Satz 'weil es mich interessiert, wer der Nachfolger von Michael Schumacher wird.' Wie realistisch ist es, dass die Speed Academy fündig wird?"
Ebel: " Die Speed Academy ist doch längst fündig geworden. Timo Glock hat nicht erst mit seinem zweiten Platz beim Großen Preis von Ungarn bewiesen, dass er in der Königsklasse angekommen ist. Auch bei Adrian Sutil und Nico Hülkenberg zeigt der Karrierepfeil deutlich nach oben."
Talente setzen sich immer durch
Frage: "Hätte es Michael Schumacher heute schwerer als Anfang der 90er Jahre, solch eine Karriere zu starten? Oder hätte er es mit dem Engagement der Speed Academy eventuell sogar leichter?"
Ebel: "Ein gutes Pferd drängt sich immer an die Krippe! Ich bin davon überzeugt, dass sich absolute Ausnahmetalente immer und zu jeder Zeit durchsetzen werden. Um ein Juwel wie Schumi zu werden, müssen auch die Rohdiamanten des deutschen Motorsports an der einen oder anderen Stelle noch poliert werden. Die Speed Academy sorgt für Rundum-Bildung und hilft, dass auch Medien, Sponsoren und Rennteams das Talent leichter erkennen."
Frage: "Was muss denn ein Top-Mann im Motorsport heute alles können?"
Ebel: "Ein Rennfahrer muss zunächst einmal schnell sein, daran hat sich seit den Zeiten von Rosemeyer und Caracciola nichts geändert. Und er braucht ein Gespür für das Auto und die Technik. Talent ist extrem wichtig, aber das Erweitern der eigenen Möglichkeiten durch gezielte Arbeit ebenso. Also muss der Pilot permanent sein fahrerisches Können und die körperliche Fitness verbessern. Genauso muss der Sportler seine Außendarstellung im Griff haben und sich selbst optimal vermarkten. Denn der Fahrer steht im Zentrum eines fragilen Gebildes, welches das eigene Team, die Medien und Sponsoren umfasst. Wenn sich ein Sportler ein möglichst positives Profil erarbeitet, wird dies seinen Marktwert zusätzlich erhöhen."
Frage: "Sie haben mit allen großen Fahrern der Formel 1 gesprochen, die meisten davon sind echte Typen mit hohem Wiedererkennungswert, sind erfolgreiche Marken. Wie schafft es ein Nachwuchspilot, eigenständig zu werden?"
Ebel: "Durch Fleiß und kontinuierliche Arbeit an sich und seiner Außenwirkung. Bei der Speed Academy lernen die jungen Fahrer, auf was sie dabei achten müssen. Das fängt bei der Kleidung und der Frisur an und hört beim richtigen Verhalten vor Mikrofon und Fernsehkamera noch nicht auf. Wichtig ist, dass der Fahrer positiv und unverwechselbar rüberkommt."
Ganzheitliche Ausbildung für Piloten
Frage: "Was bringt die Speed Academy den Fahrern Ihrer Meinung nach?"
Ebel: "Die Speed Academy bietet den Fahrern die Möglichkeit, sich unter realistischen Bedingungen und mit Hilfe kompetenter "Lehrer" systematisch auf die Karriere in der Formel 1 vorzubereiten. Früher war oft der Zufall für die einzelnen Schritte verantwortlich. An diesem Punkt setzt die Speed Academy an: Was wir vermitteln und mit den Piloten trainieren, können sie beim Sprung an die Spitze brauchen."
Frage: "Welche Schwerpunkte vermitteln Sie selbst den Jungs?"
Ebel: "Ich bin ja kein Rennfahrer und kann den Jungs also nicht beibringen, wie sie noch schneller werden. Was ich vermittle, ist direkt aus meiner Erfahrung im Umgang mit Fahrern und Machern in der Formel 1 abgeleitet: Der Nachwuchs muss sich darauf vorbereiten, auch unter Stress im Fernsehen optimal rüberzukommen. Und natürlich lernt er von mir auch, sich auf Reporter vorzubereiten, die nicht nur die Standardfragen abrufen. Fingerspitzengefühl für die Situation und das Gegenüber, Spontaneität und Eigenständigkeit müssen auch in Extremsituationen funktionieren."
Frage: "Wie lang ist denn die Strecke eines hoffnungsvollen Talents bis in die Königsklasse? Und wie ist man dort erfolgreich?"
Ebel: " Die Frage ist schwer zu beantworten, denn es kommt auf den einzelnen Fahrer an. Mancher schafft den Sprung früher, marschiert im Eiltempo durch die unteren Klassen, andere müssen auch mal Rückschläge überwinden."
Frage: "Man sagt ja, dass Lehrjahre keine Herrenjahre sind. Müssen sich Nachwuchsfahrer in der Öffentlichkeit anders verhalten als gestandene Profis?"
Ebel: "Generell sollte man immer versuchen, sich ehrlich und authentisch zu verhalten. Natürlich darf man dabei niemals die allgemein gültigen Benimmregeln außer Acht lassen."
Ebel bleibt lieber neben dem Cockpit
Frage: "Bei Ihren Boxen-Reportagen wollen Sie von den Fahrern immer möglichst viele Details erfahren. Können Sie dem Nachwuchs das richtige Nähe-Distanz-Verhältnis beibringen? Wie machen Sie das?"
Ebel: "Das geht nur mit individuellem, auf den einzelnen Fahrer zugeschnittenem Training. Denn jeder Pilot ist anders, manche lieben die Nähe, manche suchen eher die Distanz. Jeder muss für sich die richtige, alltagstaugliche Mischung finden - und genau diese versuche ich mit den Fahrern herauszuarbeiten."
Frage: "Sie kennen sie alle und können uns diese Frage sicher beantworten: Was für Menschen sind Motorsportler eigentlich und welche Charaktereigenschaften brauchen sie um sich durchzusetzen?"
Ebel: "Sie sind alle hoch professionell, verfügen über ein hohes technisches Know-how und sind außergewöhnlich ehrgeizig. Rennfahrer müssen im Auto Egoisten und im Umfeld Teamplayer sein. Nur so ist Erfolg dauerhaft möglich."
Frage: "Was können Rennfahrer von erfolgreichen Boxern lernen?"
Ebel: "Von erfolgreichen Boxern kann man optimales Zweikampfverhalten, also Durchsetzungsvermögen lernen. Das heißt auch, dass man in aussichtslosen Situationen nie aufgibt. Wer vom letzten Startplatz aus starten muss, muss den Willen haben, sich Position für Position zu verbessern."
Frage: "Mal ehrlich, Herr Ebel: Würden Sie selbst gern in einem Formel-1-Cockpit sitzen?"
Ebel: "Um Gottes Willen nein, ich mache lieber das, was ich kann."










