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Renault will Ferrari-Stopp untersuchen

06. August 2008 - 12:33 Uhr

Im Renault-Team gibt es offenbar Zweifel am Ablauf des Boxenstopps von Kimi Räikkönen in Ungarn - Benzin zu schnell geflossen?

Tanklage
Die Formel-1-Tankanlagen pumpen pro Sekunde rund 12 Liter in den Tank
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Bei Renault rieb man sich in Ungarn ungläubig die Augen. Kimi Räikkönen hatte sich beim letzten Boxenstopp an Fernando Alonso vorbeigearbeitet und alle fragten sich: Wie konnte das passieren? Beim französischen Werksteam sind laut spanischen Medienberichten Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Ferrari-Boxenstopps aufgekommen. Angeblich will man die Abläufe während des Nachtankens genauer untersuchen, um einer eventuellen Manipulation der Einheits-Tankanlage auf die Spur zu kommen.

"Ich habe keine Ahnung, wie sie das so schnell schaffen konnten", wurde Fernando Alonso von der spanischen Zeitung 'AS' zitiert. Hintergrund: Die Tankanlagen der Firma 'Intertechnique' sind von der FIA abgenommen und ermöglichen einen maximalen Durchfluss von Treibstoff - bei allen Teams gleich. "Wir werden uns die Daten ganz genau anschauen und überprüfen, ob sie irgendetwas machen, was die Betankung beschleunigt", kündigte Alonso an, der sich nach dem letzten Stopp plötzlich hinter Räikkönen wiederfand.

Die Tankanlagen sorgten in Ungarn ohnehin für viel Spektakel und Diskussionsstoff. Bei Timo Glock gingen mehrere Sekunden verloren, weil der Nachfüllvorgang nicht funktionierte, Rubens Barrichello und Sébastien Bourdais erlebten gar lodernde Flammen bei ihren Boxenstopps. Bislang ist noch völlig unklar, warum die Zwischenfälle mit den Tankanlagen ausgerechnet in Ungarn so gehäuft auftraten.

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