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Das Reifenhandling kann entscheidend sein

08. August 2008 - 12:54 Uhr

Im WM-Kampf zwischen McLaren und Ferrari können Untersteuern und Übersteuern eine entscheidende Rolle spielen, betont Bridgestone

Kimi Räikkönen
Der Ferrari tendiert mehr zum Untersteuern, der McLaren mehr zum Übersteuern
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - McLaren und Ferrari liefern sich einen extrem engen Titelkampf: Mal dominiert McLaren, mal kann Ferrari das Blatt wieder wenden. Im Fight um Tausendstelsekunden, Siege und den Titel können kleinste Details zum Zünglein an der Waage werden. Zum Beispiel auch das Zusammenspiel der verschiedenen Autos mit den Einheitsreifen von Bridgestone. Je nach Strecke und Bedingungen können Unter- und Übersteuern zum entscheidenden Faktor werden.

Bridgestone-Motorsportdirektor Hirohide Hamashima ist davon überzeugt, dass die unterschiedliche Balance des MP4-23 und des F2008 die Performances der beiden Teams in den vergangenen Rennen maßgeblich beeinflusst hat. So geht der Japaner davon aus, dass Ferrari zuletzt im Qualifying deshalb solche Probleme hatte, weil der F2008 untersteuert. Im Rennen jedoch könne Ferrari genau deshalb gegenüber McLaren im Vorteil sein.

Der Ferrari tendiere grundsätzlich mehr zum Untersteuern als der McLaren, der eher übersteuert, erklärte Hamashima gegenüber 'autosport.com': "Wenn der Reifen viel Grip hat, ist das leicht übersteuernde Auto auf einer einzelnen Runde schneller als ein neutrales oder untersteuerndes Auto."

Anders verhalte sich das aber im Rennen, vor allem bei Hitzerennen wie in Budapest. Da heizten sich die Hinterreifen bei Übersteuern viel mehr auf als bei Untersteuern. So habe Lewis Hamilton laut Hamashima auf dem Hungaroring schon nach wenigen Runden Probleme mit dem Übersteuern bekommen: "Deshalb musste er sehr viel Gegenlenken. Ferrari dagegen hatte nach ein paar Runden eine gute Balance." Beinahe hätte es in Budapest dann auch mit dem Ferrari-Sieg geklappt, wenn Felipa Massa nicht kurz vor dem Ziel einen Motorschaden gehabt hätte.

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