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Button macht sich wegen Alonso keine Sorgen

22. August 2008 - 17:43 Uhr

Honda verhandelt mit Fernando Alonso, doch Jenson Button hätte mit dem zweifachen Weltmeister als Teamkollegen kein Problem

Jenson Button
Jenson Button wird wohl auch nächstes Jahr für Honda an den Start gehen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Es ist nicht einmal mehr ein offenes Geheimnis, dass Honda derzeit mit Fernando Alonso verhandelt - spätestens seit Rubens Barrichello die Gespräche gestern im Rahmen der FIA-Pressekonferenz bestätigt hat. Und sollte der zweifache Weltmeister tatsächlich kommen, dann würde wohl eher Barrichello als Jenson Button gehen müssen.

Die Paarung Alonso/Button freilich würde ein gewisses Reibungspotenzial in sich bergen, denn Ende 2002 wurde Button bei Renault von Flavio Briatore vor die Tür gesetzt, weil der Teamchef vom Talent Alonsos mehr überzeugt war. Die britischen Medien waren seinerzeit verständlicherweise verstimmt, als ihr Shootingstar abgeschoben wurde, doch Alonso und Briatore gaben mit den Weltmeisterschaften 2005 und 2006 die beste Antwort.

Button sieht sich auch 2009 bei Honda

"Es ist doch irgendwie gut, dass das Team mit jemandem wie Alonso spricht."
Jenson Button

Sorgen, dass sein Platz bei Honda wegen Alonso verlieren könnte, macht sich Button jedenfalls nicht: "Ich mache mir keine Sorgen", stellte er ganz entspannt klar. "Es ist doch irgendwie gut, dass das Team mit jemandem wie Alonso spricht, der so viel Erfahrung hat - noch dazu in guten Teams. Sie werden auch mit anderen Fahrern sprechen. Das ist ganz natürlich. Ich bin aber sehr happy mit meiner Position im Team."

"Ich bin mit Fernando immer gut ausgekommen", fügte er an. "Wir kennen uns nicht wahnsinnig gut, obwohl er Testfahrer bei Renault war, als ich dort gefahren bin. Wir kommen gut miteinander aus, hatten damals ein bisschen Spaß miteinander. Er ist offensichtlich ein sehr ehrgeiziger Kerl. Er scheint zu der Sorte Fahrer zu gehören, die im richtigen Umfeld sein muss, um gute Leistungen bringen zu können, und das war bei McLaren nicht der Fall."

Button rechnet übrigens damit, dass er vom Team konsultiert wird, bevor die Fahrerentscheidung fällt: "Bevor Rubens zu uns gekommen ist, haben sie mich gefragt, wen ich als konkurrenzfähig einschätze und wer ein guter Teamkollege wäre. Dann habe ich ein paar Fahrer genannt. Rubens war einer davon. Natürlich interessiert sich das Team für meine Meinung, denn sie wollen den Besten, den sie kriegen können. Das ist ganz natürlich."

Acht Jahre Altersunterschied

"Rubens hat einen wirklich guten Job gemacht."
Jenson Button

Weil er selbst erst 28 und Barrichello schon 36 Jahre alt ist, dürfte Teamchef Ross Brawn die Entscheidung, welcher Fahrer für Alonso gehen müsste, nicht allzu schwer fallen. Generell gilt Button bei Honda als verwurzelt, während andererseits Barrichello und Brawn aus gemeinsamen Ferrari-Zeiten einen sehr guten Draht zueinander haben. Button würde es jedenfalls bedauern, sollte sein Teamkollege keinen neuen Vertrag bekommen.

"Rubens hat einen wirklich guten Job gemacht, speziell dieses Jahr. Da waren einige fantastische Leistungen dabei", lobte er. "Ich denke, jeder wäre erschüttert, wenn er gehen müsste, Rubens selbst natürlich am allermeisten. Er ist ein toller Teamkollege - und hoffentlich bleibt er das auch! Er gibt alles für die Verbesserung des Autos und auch Ross sagt, dass er besser denn je fährt. Er macht einen wirklich guten Job."

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