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Wer hat Mosley hereingelegt?

31. Juli 2008 - 09:17 Uhr

FIA-Präsident Max Mosley geht nach wie vor davon aus, dass ihm jemand eine Falle stellte - Zwei Warnungen im Januar und Februar

Max Mosley
Max Mosley will die Hintergründe aufklären lassen: Eine Falle?
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nach der gerichtlichen Auseinandersetzung zwischen Max Mosley und dem Boulevardblatt 'News of the World' folgt nun ein weiteres Kapitel: ein Kriminalfall allererster Güte. Der FIA-Präsident geht fest davon aus, dass nicht die Zeitung allein die Möglichkeit hatte, jenes skandalöse Video zu beschaffen, welches die gesamte Affäre ins Rollen brachte. Angeblich sollen weitere Hintermänner dafür gesorgt haben, dass Mosley möglicherweise in eine Falle tappte. Der 68-Jährige war nach eigener Aussage bereits Ende Januar und im Februar zwei Mal gewarnt worden, also rund drei Monate vor Veröffentlichung des pikanten Materials.

"Es spricht viel dafür, dass nicht nur die Zeitschrift allein daran beteiligt war", sagte Mosley im Rahmen einer Presseveranstaltung in Monaco. "Die Untersuchungen nach den Hintermännern laufen, aber es wäre unfair von mir, irgendwelche Verdächtigungen auszusprechen. Es ist noch nichts bewiesen." Er habe von zwei Seiten vorab Hinweise erhalten, erklärte der FIA-Chef. Der erste Tipp sei von Bernie Ecclestone gekommen: "Er warnte mich Ende Januar, dass ich unter Beobachtung stehe."

"Bei einem Mittagessen Mitte Februar mit Lord John Stevens, dem ehemaligen Polizeipräsidenten von London, teilte der mir mit, dass ich verfolgt würde. Ich habe natürlich Vorsichtsmaßnahmen getroffen und darauf geachtet, ob mich jemand observiert. Daran, dass eine der Frauen mich filmen könnte, hatte ich nie gedacht. Ich kannte sie und sie erschienen mir vertrauenswürdig", beschrieb Mosley die Vorgänge aus seiner Sicht.

Jetzt läuft die Suche nach den mutmaßlichen Drahtziehern im Hintergrund. Mosley hat ein renommiertes Detektivbüro mit den Nachforschungen beauftragt. "Bernie nannte einen Namen. Ich will aber niemanden beschuldigen. Es gibt noch keine Beweise dafür, dass diese Person darin verwickelt ist. Das wird zurzeit sehr behutsam und in allen Details überprüft. Früher oder später werden wir genau wissen, was passiert ist."

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