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Teamchefs bedauern den Verlust Silverstones

04. Juli 2008 - 21:13 Uhr

Aber gleichzeitig kann man sich absolut vorstellen, dass Donington für den Großen Preis von Großbritannien ein würdiger Nachfolger werden wird

Silverstone
Dunkle Wolken in Silverstone - ein Sinnbild für die aktuelle Situation
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Ausgerechnet während des Großen Preises von Großbritannien haben der Automobilweltverband FIA und die 'Formula One Management' bekannt gegeben, dass der Große Preis von Großbritannien ab dem Jahr 2010 nicht mehr in Silverstone, sondern in Donington ausgetragen werden wird.

"Ich bin erleichtert, dass der Große Preis von Großbritannien im Kalender bleiben wird", kommentierte Teamchef Frank Williams. "Einige von uns hatten befürchtet, dass er sogar fallen gelassen werden könnte, aber dies scheint nun nicht wahrscheinlich zu sein."

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"Wenn er in Donington stattfindet, dann in Donington. Wenn es in Silverstone ist, dann in Silverstone. Ich persönlich würde es vorziehen, nach Silverstone zu kommen. Das ist für unsere Mannschaft näher, es liegt näher am Flughafen Heathrow und näher bei den meisten Zuschauern. Aber wenn er in Donington stattfindet, dann werden wir dort sein."

"Es ist sehr wichtig, dass es einen Großen Preis von Großbritannien gibt."
Martin Whitmarsh

"Es ist sehr wichtig, dass es einen Großen Preis von Großbritannien gibt", pflichtet McLaren-Geschäftsführer Martin Whitmarsh bei. "Ich denke, dass Silverstone und Donington zwei großartige Strecken sind. Meine persönlichen Erinnerungen an Donington sind sehr glückliche, ich bin aus diesem Grund froh, wenn wir dort in zwei Jahren fahren sollten."

"Ich denke, dass bereits alles gesagt wurde", meint Toyota-Teamchef John Howett. "Der Große Preis von Großbritannien ist sicher und am Ende denke ich, dass es traurig ist, eine großartige Strecke mit so viel Tradition zu verlieren. Gleichzeitig bin ich mir sicher, dass Donington eine Umgebung schaffen wird, die für die Formel 1 extrem gut sein wird."

"Ich bin ein wenig traurig, dass wir Silverstone verlieren werden."
Ross Brawn

Honda-Teamchef Ross Brawn kann den Aussagen seiner Kollegen nur beipflichten: "Das Wichtigste ist, dass wir den Großen Preis von Großbritannien erhalten, denn wir haben es mit einem gewaltigen Wettbewerb von Strecken wie Abu Dhabi und Bahrain zu tun. Diese neuen Länder wollen einen Grand Prix. Das ist einfach eine sehr gute Neuigkeit, dass wir ihn in Großbritannien halten werden. Aber ich bin ein wenig traurig, dass wir Silverstone verlieren werden, besonders da unser Unternehmen und unsere Fabrik so nah am Kurs liegt."

Immer mehr Rennen werden außerhalb Europas ausgetragen, doch Brawn rechnet nicht damit, dass dies dazu führen wird, dass die Teams ebenfalls umziehen: "Sicherlich gibt es in Großbritannien und definitiv in Europa einen sehr starken Kern an Expertise, aber es gibt viele solcher Experten in der ganzen Welt, die wir nun einsetzen. Unser Antrieb wird in Japan entworfen und entwickelt."

"Als ich bei Ferrari arbeitete, da wurden wir durch 'TATA' finanziert und unterstützt, ein indisches Industrie-Unternehmen, das Ferrari tatsächlich eine Menge Ressourcen zur Verfügung stellte. Ich denke, dass wir absolut offen sind, die Ressourcen und die Expertise, die wir benötigen, in der gesamten Welt zu suchen. Aber der wahre Kern der Expertise des Rennsports tendiert in Europa und besonders in Großbritannien zu existieren."

Neue Rennstrecken setzen bestehende unter Druck, die Anlagen zu modernisieren. Brawn empfindet es als schade, dass man Rennstrecken mit einer solch langen Tradition verliert, sieht aber auch gleichzeitig positive Dinge: "Sie wollen die Boxenanlagen in Donington so erweitern, dass sie mit allen anderen in der Welt mithalten können. Das ist etwas, das für uns großartig sein wird. Für Großbritannien ist es gut, eine Formel-1-Anlage zu haben, die mit allen anderen in der Welt zu vergleichen ist. Das ist eine gute Sache."